Japan

Japan

Things to do - general

Das Land der aufgehenden Sonne mit seiner Hauptstadt Tokio, der größten Metropolregion der Welt (35 Mio. Einwohner) ist ganz sicher immer eine Reise wert! Westeuropäer kommen bei ihrem Besuch meist kaum aus dem Staunen heraus und erwischen sich nicht selten dabei, genau so viel zu fotografieren wie bei uns die Japaner selbst. Dieses faszinierende Land wird Sie von der ersten Minute an fesseln und mit einer unglaublichen Gastfreundschaft offen empfangen. Überzeugen Sie sich selbst auf Ihrer individuellen Japanreise, was dieses grandiose Urlaubsziel neben Sushi oder Samurais alles zu bieten hat.

Länderinformationen Japan
Reise- und Sicherheitshinweise Japan

 

 

4-Länder Kreuzfahrt mit der MS Europa 2

4-Länder Kreuzfahrt mit der MS Europa 2

Kreuzfahrt / SchiffsreiseReisen in der Gruppe
  ab 8.218
16-tägige Seereise (China, Taiwan, Insel Jeju und Japan) von Hongkong bis Tokyo weiterlesen
7-tägige Individualreise auf die Ogasawara-Inselgruppe

7-tägige Individualreise auf die Ogasawara-Inselgruppe

Kreuzfahrt / Schiffsreiseindividuell reisenGarantierte Durchführung
  ab 789
7-tägige Individualreise auf die Ogasawara-Inselgruppe von Chichijima nach Hahajima weiterlesen
Bonsai – Japan Rundreise für Einsteiger

Bonsai – Japan Rundreise für Einsteiger

FlugreiseReisen in der GruppeGarantierte Durchführung
  ab 1.999
10-tägige Gruppenreise mit Deutsch sprechender Reiseleitung von Tokyo nach Osaka weiterlesen
Die Höhepunkte Japans – Rundreise für Einsteiger

Die Höhepunkte Japans – Rundreise für Einsteiger

FlugreiseReisen in der GruppeGarantierte Durchführung
  ab 2.999
11-tägige Gruppenreise mit Deutsch sprechender Reiseleitung von Tokyo nach Osaka weiterlesen
Faszination Tokyo – Individuelle Städtereise

Faszination Tokyo – Individuelle Städtereise

Flugreiseindividuell reisenGarantierte Durchführung
  ab 1.990
7-tägige Individualreise mit geführten Ausflügen: Stadtrundfahrt & Fuji Hakone Nationalpark weiterlesen
Fuji – Kultur- und Studienreise durch Japan

Fuji – Kultur- und Studienreise durch Japan

BahnreiseFlugreiseReisen in der GruppeGarantierte Durchführung
  ab 3.899
13-tägige Gruppenreise mit Deutsch sprechender Studienreiseleitung von Osaka nach Tokyo weiterlesen
Geisha – Umfassende Japan Rundreise

Geisha – Umfassende Japan Rundreise

FlugreiseReisen in der GruppeGarantierte Durchführung
  ab 3.499
14-tägige Gruppenreise  mit Deutsch sprechender Reiseleitung von Tokyo nach Osaka weiterlesen
Ginseng – Korea und Japan reizvoll kombiniert

Ginseng – Korea und Japan reizvoll kombiniert

FlugreiseReisen in der GruppeGarantierte Durchführung
  ab 3.299
14-tägige Gruppenreise mit Deutsch sprechender Reiseleitung von Seoul nach Tokyo weiterlesen
Große Korea-Japan Rundreise

Große Korea-Japan Rundreise

BahnreiseFlugreiseReisen in der GruppeGarantierte Durchführung
  ab 4.299
16-tägige Gruppenreise  mit Deutsch sprechender Reiseleitung von Seoul nach Tokyo weiterlesen
Höhepunkte Japans - Luxus Kreuzfahrt

Höhepunkte Japans - Luxus Kreuzfahrt

Kreuzfahrt / SchiffsreiseGarantierte Durchführung
  ab 4.930
9-tägige Kreuzfahrt mit der Mega Yacht L’Austral/Le Soleal/Le Laperouse von Osaka nach Maizuru weiterlesen
Honshu & Hokkaido – Die japanischen Hauptinseln

Honshu & Hokkaido – Die japanischen Hauptinseln

FlugreiseReisen in der GruppeGarantierte Durchführung
  ab 2.999
11-tägige Gruppenreise mit Deutsch sprechender Reiseleitung ab/bis Tokyo weiterlesen
Japan aktiv – Kultur und Wandern inkl. Hokkaido

Japan aktiv – Kultur und Wandern inkl. Hokkaido

BahnreiseFlugreiseReisen in der GruppeGarantierte Durchführung
  ab 4.899
15-tägige Kleingruppenreise mit Deutsch sprechendem Japanologen von Kyoto nach Tokyo weiterlesen
Japan Explorer - Exklusive Kreuzfahrt Japan

Japan Explorer - Exklusive Kreuzfahrt Japan

Kreuzfahrt / SchiffsreiseReisen in der Gruppe
  ab 2.166
16-tägige Kreuzfahrt mit der Celebrity Millenium ab/bis Yokohama/Tokyo Exklusiver Privat Charter     weiterlesen
Japan für Einsteiger mit Anleitung

Japan für Einsteiger mit Anleitung

Bahnreiseindividuell reisenGarantierte Durchführung
  ab 1.995
12-tägige Individualreise  mit drei Ausflügen in Kyoto und Tokyo Reisebeginn täglich weiterlesen
Japan für Entdecker mit Anleitung

Japan für Entdecker mit Anleitung

Bahnreiseindividuell reisen
  ab 2.186
14-tägige Individualreise von Tokyo nach Osaka, inkl. Japan Rail Pass, Reisebeginn täglich   weiterlesen
Japan für Liebhaber - Bahn Erlebnisreise

Japan für Liebhaber - Bahn Erlebnisreise

BahnreiseFlugreiseReisen in der Gruppe
  ab 6.120
16-tägige Zug-Erlebnisreise mit Deutsch sprechender Reiseleitung von Sapporo nach Nagasaki weiterlesen
Japan Gruppenreise für Individualisten

Japan Gruppenreise für Individualisten

BahnreiseFlugreiseindividuell reisenGarantierte Durchführung
  ab 3.099
13-tägige Gruppenreise mit individuellen Gestaltungsmöglichkeiten von Kyoto nach Tokyo weiterlesen
Japan mit Taiwan, Südkorea oder Russland

Japan mit Taiwan, Südkorea oder Russland

Kreuzfahrt / SchiffsreiseReisen in der Gruppe
  ab 935
9-tägige Kreuzfahrt mit der Diamond Princess ab/bis Yokohama (Tokyo) weiterlesen
Japan und Südkorea mit der Diamond Princess

Japan und Südkorea mit der Diamond Princess

Kreuzfahrt / SchiffsreiseReisen in der Gruppe
  ab 1.099
10-tägige Kreuzfahrt mit der Diamond Princess ab/bis Yokohama (Tokyo) weiterlesen
Japanische Inseln Okinawa und Yaeyama für Gourmets

Japanische Inseln Okinawa und Yaeyama für Gourmets

Reisen in der Gruppe
  ab 3.072
9-tägige Gourmet- und Kulturreise mit Deutscher Reiseleitung zu den Ryukyu Inseln im Süden weiterlesen
Japans Goldene Route – UNESCO Welterbestätten

Japans Goldene Route – UNESCO Welterbestätten

Bahnreiseindividuell reisenGarantierte Durchführung
  ab 1.694
7-tägige Individualreise mit 3 geführten Ausflügen (Englisch sprechend) von Tokyo nach Kyoto weiterlesen
Japans Kirschblüte im Januar

Japans Kirschblüte im Januar

FlugreiseReisen in der Gruppe
  ab 5.990
12-tägige Gruppenreise von Tokyo nach Okinawa mit Deutsch sprechender Reiseleitung weiterlesen
Japans spannende Insel Honshu entdecken

Japans spannende Insel Honshu entdecken

Bahnreiseindividuell reisenGarantierte Durchführung
  ab 2.560
12-tägige Individualreise für Einsteiger von Kyoto nach Tokyo, Reisebeginn täglich weiterlesen
Kabuki – Japans faszinierende Facetten

Kabuki – Japans faszinierende Facetten

FlugreiseReisen in der GruppeGarantierte Durchführung
  ab 3.399
14-tägige Gruppenreise mit Deutsch sprechender Reiseleitung von Osaka nach Tokyo weiterlesen
Kurztrip Japan - Kreuzfahrt mit der Diamond Princess

Kurztrip Japan - Kreuzfahrt mit der Diamond Princess

Kreuzfahrt / SchiffsreiseReisen in der GruppeGarantierte Durchführung
  ab 307
6-tägige Kreuzfahrt mit der Diamond Princess ab/bis Yokohama bzw. nach Keelung   weiterlesen
Kyoto und Tokyo für Wiederholer mit Anleitung

Kyoto und Tokyo für Wiederholer mit Anleitung

Bahnreiseindividuell reisenGarantierte Durchführung
  ab 2.183
14-tägige Individualreise in und um Kyoto und Tokyo inkl. Japan Rail Pass, Reisebeginn täglich weiterlesen
Maiko – Japans Hauptinsel Honshu entdecken

Maiko – Japans Hauptinsel Honshu entdecken

FlugreiseReisen in der GruppeGarantierte Durchführung
  ab 1.999
10 tägige Gruppenreise mit Deutsch sprechender Reiseleitung von Hiroshima bis Tokyo   weiterlesen
Origami – Japans Vielfalt in kleiner Gruppe

Origami – Japans Vielfalt in kleiner Gruppe

BahnreiseFlugreiseReisen in der GruppeGarantierte Durchführung
  ab 3.599
11-tägige Kleingruppenreise mit Deutsch sprechender Reiseleitung von Tokyo nach Osaka weiterlesen
Samurai: Nagasaki-Tokyo zur Herbstlaubfärbung

Samurai: Nagasaki-Tokyo zur Herbstlaubfärbung

FlugreiseReisen in der Gruppe
  ab 4.299
17-tägige Gruppenreise (Tour B) mit Deutsch sprechender Reiseleitung von Nagasaki nach Tokyo weiterlesen
Samurai: Tokyo-Nagasaki zur Kirschblüte

Samurai: Tokyo-Nagasaki zur Kirschblüte

FlugreiseReisen in der Gruppe
  ab 3.999
17-tägige Gruppenreise (Tour A) mit Deutsch sprechender Reiseleitung von Tokyo nach Nagasaki weiterlesen
Sonderzug Zarengold mit Japan Vorreise

Sonderzug Zarengold mit Japan Vorreise

BahnreiseFlugreiseReisen in der Gruppe
  ab 6.110
21-tägige Gruppenreise mit Deutsch sprechender Reiseleitung von Kyoto nach Moskau weiterlesen
Sumo: Honshu & Kyushu – Japan Studienreise

Sumo: Honshu & Kyushu – Japan Studienreise

BahnreiseFlugreiseReisen in der GruppeGarantierte Durchführung
  ab 5.199
17-tägige Gruppenreise mit Deutsch sprechender Studienreiseleitung von Osaka nach Tokyo weiterlesen
Unterwegs in Japan – Kleingruppenreise

Unterwegs in Japan – Kleingruppenreise

FlugreiseReisen in der Gruppe
  ab 3.980
14-tägige Kleingruppenreise mit Deutsch sprechender Reiseleitung von Tokyo nach Kyoto weiterlesen
Vier-Insel-Reise von Hokkaido bis Kyushu

Vier-Insel-Reise von Hokkaido bis Kyushu

BahnreiseFlugreiseReisen in der Gruppe
  ab 5.895
16-tägige Gruppenreise mit Deutsch sprechender Reiseleitung von Hokkaido nach Kyushu weiterlesen

Hokkaido: Ureinwohner und Natur pur

Die nördlichste der vier japanischen Hauptinseln ist touristisch wenig erschlossen und bietet einen Einblick in ein anderes Japan: rau, ursprünglich und beinahe unberührt. Im Winter verwandelt sich Hokkaido in ein schneebedecktes Wunderland, beste Voraussetzungen also für den Wintersport, tatsächlich gibt es hier unter Kennern unbestritten weltbeste Skigebiete. Im Sommer herrscht hier, im Gegensatz zum tropischen Süden, ein angenehm kühles Klima, das zum ausgiebigen Erkunden der faszinierenden Natur einlädt: tiefblaue Seen, schneebedeckte Berge, raue Küstenlandschaften und heiße Quellen erwarten Sie. Bei einer Bootstour kann man hier Walen und Delfinen begegnen und an Land Braunbären beim Lachsfischen beobachten.
Im Norden der Insel lebt ein Großteil der ethnischen Minderheit der Ainu. Trotz der kulturellen Anpassung an den Rest Japans haben sich die Nachfahren der Ureinwohner des Landes hier viele ihrer Traditionen bewahrt und sprechen zum Teil auch noch die Sprache der Ainu.

 

Orte (alphabetisch)

Hakodate

Die Stadt Hakodate am südlichen Ende Hokkaidos ist die drittgrößte Stadt der Insel. Der Aufstieg Hakodates begann 1859 mit dem Friedensvertrag zwischen Japan und den USA, der nun den Handel mit dem Ausland erlaubte. Daher war der Hafen der Stadt ein Eingangstor für westliche Einflüsse, die bis heute nicht zu übersehen sind. Beispiele hierfür sind das Goryokaku Fort, ein sternförmiges Kastell, das ehemalige Bezirksamt der Stadt, und einige Warenhäuser aus rotem Backstein.
Vom 334 m hohen Mount Hokodate hat man – besonders bei Einbruch der Nacht – einen spektakulären Blick auf die Stadt und das Meer. Mit einer Seilbahn, dem Auto oder Bus kommt man bequem auf den Berg hinauf.

 

Otaru

Die Hafenstadt Otaru im Westen Hokkaidos wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet und stieg aufgrund der Lage an der Ishikari Bucht zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem der wichtigsten Orte für den Handel mit Russland und auch Europa auf. Dies prägt noch heute das Stadtbild. In der Innenstadt finden sich viele große europäische Bauten, wie zum Beispiel die alte Mitsui Bankfiliale und die Bank of Japan aus rotem Backstein. Auch die nähre Umgebung hat einiges zu bieten: die stadtnahen Berge bieten schneesichere Skigebiete und das Wasser rund um Otaru ist glasklar.

 

Sapporo

Der Name der Hauptstadt der Insel Hokkaido stammt vom Ainu Namen Sattoporo ab, was „Trockene Weite“ bedeutet. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts siedelten sich hier die ersten Japaner an und gründeten das Dorf Sapporo. Die indigen Einwohner Hokkaidos lebten hier als Jäger und Sammler. Dementsprechend gibt es in der Stadt heute keine besonders alten Bauwerke, dennoch aber einiges zu erkunden: Zwischen den Hochhäusern und dem altmodischen Fernsehturm versteckt sich das Wahrzeichen der Stadt, der Uhrenturm Tokei-Dai mit einem kleinen Museum. Im Botanischen Garten der Stadt können Sie wunderbar entspannen und das Ainu Museum oder das Universitätsmuseum besuchen. Im ehemaligen alten Brauhaus der Sapporo Brauerei ist heute ein Einkaufszentrum untergebracht, wo es viele der typischen Produkte Hokkaidos zu kaufen gibt. Im Süden der Stadt befindet sich der Shikotsu Toya Nationalpark, der mit Bergen, Seen, Vulkanen und heißen Quellen sowie dem Toya Kratersee und dem traditionellen Ainu Dorf Shiraoi aufwartet.

 

Wakkanai

Wakkanai, die nördlichste Stadt Hokkaidos, ist in den Wintermonaten so etwas wie ein sibirischer Außenposten. Vom Kap Soya (Soya Misaki), der nördlichsten Landspitze kann man an klaren Tagen bis in das 43 km entfernte Russland blicken.
Der Hafen Wakkanais dient zwischen April und Oktober auch als Sprungbrett zu den nahen Inseln Rebun und Rishiri sowie als Fährhafen für Schiffe nach Russland.

 

 

Nationalparks und Natur (alphabetisch)

Akan Nationalpark

Der Akan Nationalpark ist mit 905 m² einer der größeren Nationalparks Hokkaidos. Die Temperaturschwankungen von 30 Grad Celsius im Sommer bis zu -30 Grad im Winter prägen die Landschaft. Hohe Vulkane, dichte Wälder und große Caldera Seen erstrecken sich hier. Idealer Ausgangsort für Erkundungen ist der Kawayu Onsen mit seinem Thermalfluss. Von hier aus kann man die beeindruckenden Seen des Parks erkunden. Der Mashuko ist einer der klarsten Seen der Welt, hier kann man bis zu 40 m in die Tiefe blicken. Der Kussaharo See ist ein Kratersee, der durch seine Thermalquellen auch im Winter fast nie gefriert. Einen fantastischen Blick auf den See hat man vom Gebirgspass Bihoro Toge, von dem man auch bis zum Berg Iozan und zu der Gebirgskette Shiretoko blicken kann. Eine der berühmtesten Ereignisse Attraktionen ist jedoch die zum nationalen Kulturerbe erklärte Kugelalge (Marimo), die hier in unüberschaubarer Anzahl wächst.

 

Daisetsuzan Nationalpark

Der Daisetsuzan ist mit 2.268 m² Hokkaidos größter Nationalpark, eine wilde Region mit hohen Bergen, aktiven Vulkanen, klaren Seen und dichten Wäldern. Von Juni bis August blühen hier unzählige Wildblumen, im September verwandelt der Herbst den Wald in ein rot goldenes Blättermeer. Neben ausgedehnten Wanderungen gibt es am Rande des Nationalparks viele kleine Thermaldörfer. Das Thermalresort Asahidake Onsen eignet sich optimal als Ausgangspunkt für einen Aufstieg auf den Berg Asahidake (es fährt auch eine Seilbahn). Am Abend kann man sich dann in einer der heißen Quellen entspannen.

 

Kushiro Shitsugen Nationalpark

Der Nationalpark im Osten Hokkaidos bildet das größte Feucht- und Sumpfgebiet Japans.
Dementsprechend beherbergt dieser eine einzigartige Flora und Fauna, etwa 200 der hier lebenden Tiere sind endemisch, also nur hier anzutreffen. Ein besonderes Highlight sind dabei die vielen Vogelarten. Bei einer Wanderung durch die Schilflandschaft kann man imposante Mandschuren Kraniche entdecken. Die Vögel gelten als Nationalsymbol Japans und stehen für Glück, Treue und ein langes Leben. Mit etwas Glück kann man die Mandschuren Kraniche hier auch bei ihrem außergewöhnlichem „Tanz“ beobachten.

 

Rishiri Rebun Sarobetsu Nationalpark

Die fast kreisrunde Insel Rishiri bildet zusammen mit der Insel Rebun und dem nordwestlichen Küstenstreifen Hokkaidos den Rishiri Rebun Sarobetsu Nationalpark. Das Meer – abseits des Hafens – ist sagenhaft klar und voller Leben.
Die Insel Rishiri wird vom erloschenen Vulkan Rishiri Fuji (1.721 m) dominiert, der eigentlich die Insel als solche bildet. Der Berg ist einer der Hyaku meizan (100 berühmte Gipfel) Japans und beliebtes Ausflugsziel für einheimische Bergwanderer. Im Sommer beginnt auf Rishiri auch die Fangsaison der Seeigel (Uni), die hier als Delikatesse gelten.
Rebun, die „abgelegenste Insel“ (saihate no shima) Japans, lockt mit einmaligen Steilklippen, sanften Hügeln, klarem Wasser und dichten Zwergbambushainen. Die Insel eignet dich vorzüglich zum Wandern: über prächtige Wildblumenwiesen geht es hinauf zum Rebun dake – mit 490 m der höchste Gipfel. Einen Ausflug zum Sukai misaki (Kap des klaren Meeres) sollte man nicht verpassen, denn der Ort hält, was der Name verspricht: phantastisch klares Wasser und wilde Felsformationen.

 

Shikotsu Toya Nationalpark

Nur etwa 30 km von Sapporo entfernt ist der Shikotsu Toya Nationalpark einfach zu erreichen und bestens erschlossen. In einer von Vulkanen geprägten Landschaft finden sich hier die zwei schönsten Seen des Landes: der Kratersee Toya-ko, der sich mit seinen in der Seemitte gelegenen kleinen Inseln malerisch zwischen den Vulkanen erstreckt und der zweittiefste See Japans, der Shikotsu ko. Letzterer wird von Thermalquellen gespeist und bleibt deshalb das ganze Jahr über eisfrei. Zur Entspannung lädt das Noboribetsu Onsen Resort ein, das wegen seiner hervorragenden Quellenqualität in ganz Japan bekannt ist.

 

Shiretoko Nationalpark

Im östlichsten Teil Hokkaidos gelegen, erstreckt sich der seit 2005 zum UNESCO Weltnaturerbe gehörende Nationalpark über einen großen Teil der Shiretoko Halbinsel. Die schwer zugängliche Lage hat hier zu einer erstaunlichen Artenvielfalt geführt, die Landzunge beherbergt eine große Braunbärenpopulation. Von Rausu aus gibt es einige schöne Wege, von hieraus startet auch der Weg hinauf zum Berg Rausu dake. Sehenswert sind auch die von unterirdischen Quellen gespeisten fünf Seen (Shiretoko goko): Wanderwege und ein 800 m langer Holzsteg führen direkt zu den Seen. Ein weiterer Höhepunkt des Nationalparks sind die von Utoro startenden Bootstouren, auf denen man nicht nur die Furepe Wasserfälle und Steilklippen der Halbinsel bewundern kann, sondern auch Wale, Delfine, Seerobben und Seevögel. Im Winter kann man vom Boot auch das Drifteis sehen.

Honshu

Honshu, die Hauptinsel und größte Insel Japans, wird auch als japanisches Kernland bezeichnet. Auf über 1300 km Länge bietet eine Japan Reise durch Honshu sowohl eine große landschaftliche Vielfalt, als auch einige der berühmtesten Orte und Touristenattraktionen des Landes. Naturliebhaber bekommen bei einer Rundreise im Fuji-Hakone-Nationalpark und in den japanischen Alpen ein einmaliges Natur-Schauspiel geboten. Vor allem während der Kirschblüte und Herbstlaubfärbung bieten sich dem Besucher phantastische Impressionen. Kulturinteressierte werden von der Vielfalt Honshus begeistert sein: Von der quirligen Hauptstadt und Megametropole Tokyo, über Kyoto, ehemalige Kaiserstadt und Heimat einiger der berühmtesten Tempel und Schreine des Landes, bis zu den Gedenkstätten der neueren Geschichte in Hiroshima bietet Honshu eine enorme Auswahl einzigartiger Stätten, wovon viele den UNESCO-Welterbe-Status besitzen, die jede Japan Reise unvergesslich machen.

 

Orte (alphabetisch)

Himeji (UNESCO Welterbe)

Die alte Burgstadt Himeji ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt des Landes und vor allem als Heimat der „Burg des weißen Reihers“ berühmt, welche seit 1993 als UNESCO-Welterbe anerkannt ist. Die Anlage der Burg gilt als eine der schönsten des Landes und als das am besten erhaltene Beispiel japanischer Burgarchitektur des frühen 17.Jahrhunderts. Das Burggelände mit spiralförmigem Grundriss besteht aus 82 Gebäuden und die Hauptanlage erstrahlt seit umfassenden Restaurierungen im Jahr 2015 inzwischen in neuem Glanz. Der Hauptkomplex des Areals ist ein Meisterwerk der Holzbaukunst, das Funktionalität mit Ästhetik verbindet. In Anspielung auf ihre weißen Außenmauern und Dächer erhielt die Burg auch Ihren Beinamen Shirasagijō („Weißer-Reiher-Burg“).

Exkurs: Auch wer den Namen Himeji-jō noch nie gehört hat, hat die Burg wahrscheinlich schon des Öfteren in international bekannten Filmproduktionen gesehen: Im James-Bond-Film „Man lebt nur zweimal“ (1967) war es Hauptquartier der Japanischen Geheimpolizei, im James Clavell Film „Shogun“ (1980) reüssierte es als Schloss Osaka, im Akira Kurosawa Film „Ran“ (1985) spielte es eine Hauptrolle, und auch im Historienfilm von Edward Zwick „Last Samurai“ (2003) durfte es mitwirken.

 

Hiraizumi (UNESCO Welterbe)

Hiraizumi liegt im Flusstal des Kitakami-gawa inmitten eines fruchtbaren Reisanbaugebiets. Im 11./12. Jahrhundert versuchte der mächtige Clan der Ōshū-Fujiwara hier eine prächtige Stadt zu errichten und machte Hiraizumi kurzzeitig zur zweitgrößten Stadt Japans und zu einem wichtigen Zentrum des Buddhismus. Heute ist die Gegend als UNESCO-Welterbe „Hiraizumi–Tempel, Gärten und archäologische Stätten“ anerkannt. Überwältigende Bauten, wie z.B. die Goldene Halle des Klosters Chuson-ji, zeugen von der kurzen Periode, in der sich Hiraizumi sogar mit Kyoto messen konnte.

 

Hiroshima / Miyajima (UNESCO Welterbe)

Der Name Hiroshima ist heute unauslöschlich mit dem Grauen des ersten Abwurfs einer Atombombe am 6. August 1945 verbunden, und heute erinnert vor allem der 120 km² große Friedenspark (UNESCO Welterbe) und der Atombombendom im Zentrum der Stadt, an diesen geschichtsträchtigen Tag. Die Millionenstadt ist heute das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Region und hat auch abseits der Gedenkstätten einiges zu bieten. Die rekonstruierte Burg der Stadt, die sogenannte „Karpfenburg“, und der Landschaftsgarten Shukkei-en bieten den Besuchern faszinierende Einblicke in die japanische Kultur des 16. und 17. Jahrhunderts. Kulinarisch interessierten Gästen sei die lokale Spezialität Okonomiyaki ans Herz gelegt, eine oft als „Japanische Pizza“ bezeichnete Art Pfannkuchen, die hier am Ort ihrer Entstehung natürlich besonders gut schmeckt.
Von Hiroshima ist es nur eine kurze Fahrt zu einer der berühmtesten Shinto-Stätten des Landes, der Schrein-Insel Miyajima. Der im 12. Jahrhundert errichtete Itsukushima-Schrein (UNESCO Weltkulturerbe) und das rote Torii (shintoistisches Schrein-Tor), das den symbolischen Zugang zum Schrein bildet, zählen zu den schönsten Motiven jeden Japan-Besuchs. Beide wurden so über dem Wasser erbaut, dass sie bei Flut auf dem Meer zu schweben scheinen. Die Insel lädt auf vielen kleinen Spazierwegen, z.B. zum Berg Misen und dem Kloster Daisho-in, zur Entdeckung ein. Wer eine Nacht in einem der schönen Ryokan der Insel verbringt, kann am Abend die mystische Atmosphäre der sich leerenden Insel erleben und an der Küste einen der schönsten Sonnenuntergänge des Landes erleben.

 

Kamakura

Eine knappe Stunde südwestlich von Tokyo liegt Kamakura, ehemals politisches Zentrum des Landes und heute mit seiner Vielzahl an Tempeln und Schreinen ein beliebtes Ausflugsziel, sowohl für Japaner, als auch für Touristen, um der Hektik und dem Stress der Megametropole Tokyo kurz zu entfliehen. Zahlreiche historische Stätten laden zum Innehalten ein, traumhafte Gärten und Parks, sowie das hügelige Waldgebiet mit reizvollen Wanderwegen bieten idyllische Rückzugsorte. Die Stadt liegt malerisch in ein Tal eingebettet an der Sagami Bucht, wohin es in den Sommermonaten viele Besucher an einen der beliebten Strände zieht. Einen Besuch wert sind vor allem der Daibutsu, der mit über 13 Meter Höhe zweitgrößte Buddha des Landes, der Engaku Tempel, ältester Zen-Gebäudekomplex Japans und der Hokokuji Tempel mit seinem schönen Bambusgarten, auch bekannt als Take-dera (Bambus Tempel). Genießen Sie auch den sagenhaften Ausblick auf die Stadt Kamakura vom Hasedera Tempel, welcher der Göttin der Barmherzigkeit, Kannon, gewidmet ist.

 

Kanazawa

Das elegante Kanazawa, an der nördlichen Küste Honshus gelegen, lockt Japan Reisende vor allem mit seinen wundervoll erhaltenen historischen Stadtvierteln. Im Mittelalter eine bedeutende Residenzstadt wandeln Besucher noch heute auf den Spuren der Geisha und Samurai. Mit dem Kenroku-en ist die Stadt Heimat eines der drei schönsten Landschaftsgärten des Landes. Vor den Toren des Gartens liegt die Burg Kanazawas, welche bei einem großen Feuer Ende des 19. Jahrhunderts zerstört, 2001 aber wieder in ihrer ganzen Schönheit wiedererrichtet wurde. Im Stadtviertel Teramachi fasziniert der Myoryuji-Tempel, auch bekannt als Ninja-Tempel, die Besucher mit seiner Vielfalt an Geheimtüren, Fallen und Verteidigungsanlagen. Auf keinen Fall entgehen lassen sollte man sich den sehenswerten Omicho-Markt, auf dem mehr als 170 Händler ihre Waren anbieten. Ein fantastischer Ort um die lokale Küche an einem der Marktstände oder in einem der kleinen Restaurants am Straßenrand kennenzulernen. Als Gegenstück zum traditionellen Kanazawa steht das Museum für zeitgenössische Kunst des 21. Jahrhunderts beispielhaft für die moderne japanische Architektur. Liebhabern japanischer Literatur und der Philosophie bietet das D.T. Suzuki Museum einen einmaligen Einblick in das Leben und Werk des auch im Westen einflussreichen Philosophen und begeistert mit seiner außergewöhnlichen Architektur.

 

Kobe

Heute eine der größten Städte des Landes, ist Kobe vor allem für seine besonders wertvollen Zuchtrinder berühmt. Das Fleisch der Kobe-Rinder (einer besonderen Rasse des Wagyu-Rinds) ist eine absolute Spezialität und das teuerste Rindfleisch der Welt. Aber auch abseits der Rinderzucht hat die Stadt einiges zu bieten. Feinschmecker kommen hier ebenso in den Genuss eines der besten Reisweine (Sake) des Landes, dessen Herstellung in Kobe mit seinen idealen klimatischen Voraussetzungen und einer hohen Wasserqualität beste Voraussetzungen genießt.

 

Kyoto (UNESCO-Welterbe)

Kyoto war von 794 bis 1868 die kaiserliche Hauptstadt Japans und hat sich in seiner über 1300jährigen Geschichte zum kulturellen Zentrum des Landes entwickelt. Unzählige Sehenswürdigkeiten geben Einblick in die Vergangenheit der Stadt: Allein zum UNESCO Weltkulturerbe “Historisches Kyoto” zählen 198 Gebäude und 12 Gärten aus acht Jahrhunderten. Diese bilden zusammen das einzigartige Welterbe, dessen Schreine und Tempel jedes Jahr Millionen Besucher begeistern. Die Stätten des Tempels Kiyomizu-dera, des „Goldenen Pavillons“ Kinkaku-ji und des Nijo-Schlosses sind nur einige wenige Highlights der Stadt, die auf keiner Japan Rundreise fehlen dürfen. Entdecken Sie auch die kleinen Tempel entlang des kirschbaumbestandenen Philosophenweges oder einen der berühmten Zen-Gärten der Stadt. Als weitere Höhepunkte laden die Geschäfte entlang der Straßen Shijo und Kawaramachi zu einem Shoppingbummel ein, und in der traditionellen Marktstraße Nishiki-dori lässt sich die unendliche Vielfalt der japanischen Küche hautnah und eindrucksvoll entdecken. Auch ein Besuch des ehemaligen Geisha-Viertels Gion sollte man sich nicht entgehen lassen, bevor man den Abend in einer der Izakaya-Kneipen der Stadt ausklingen lässt.

 

Nagano

Der Austragungsort der Olympischen Spiele von 1998 liegt inmitten des Hida-Gebirges der nördlichen japanischen Alpen. Noch heute können hier einige der olympischen Sportstätten besichtigt werden, und die Stadt ist noch immer ein populäres Wintersportzentrum. Ebenso beherbergt Nagano mit dem Zenkoji-Tempel einen der wichtigsten und beliebtesten Tempel des Landes. Im Umland der Stadt lassen sich in Yamanouchi, im Jigokudani Monkey Park, die berühmten Japan-Makaken im Winter bei ihrem Bad in den heißen Quellen beobachten.

 

Nara (UNESCO-Welterbe)

Die ehemalige Kaiserstadt Nara (710 bis 784) ist ein Stück Bilderbuchjapan und Touristenmagnet, der jährlich unzählige Besucher anlockt. Das UNESCO Weltkulturerbe „Baudenkmäler und Gärten der Kaiserstadt Nara" und auch die ca. 1000 weiß gefleckten, heiligen Hirsche (Sika), die absolute Narrenfreiheit genießen, machen das sympathische, grüne Städtchen zu einem obligatorischen Programmpunkt auf jeder Japanreise. Nara war von 710 – 784 die japanische Hauptstadt und während dieser Periode Zentrum für die Entwicklung der japanischen Architektur und Kunst. Die historischen Denkmäler aus dieser Zeit vermitteln ein lebendiges Bild vom Leben in der japanischen Hauptstadt im 8. Jahrhundert, einer Periode grundlegenden politischen und kulturellen Wandels. Zum zinnoberrot lackierten Shinto Schrein Kasuga-Taisha (768), der den vier Ahnengöttern (Kasuga Myojin) des mächtigen Hauses Fujiwara gewidmet ist, führt ein Pfad durch den heiligen Kasugayama-Urwald der mit 1000 steinernen Laternen gesäumt ist. Der ehemalige Palast des Tenno (japanischer Kaiser) befindet sich am nördlichen Ende der zentralen Prachtstraße. Dieser war die Residenz des Kaisers und diente als Kontroll- und Machtzentrum. Der gewaltige Tôdai-ji-Tempel aus dem Jahr 751 ist ein Ort der Superlative. Er ist nicht nur das größte Holzgebäude der Welt, sondern beherbergt auch den heiligen Daibutsu, die größte bronzene Buddha-Statue der Welt. Nachdem Kyoto im Jahr 794 Nara als Hauptstadt ablöste, verlor Nara an Bedeutung, und die Gebäude verfielen. Erst Ende des 19. Jhds wurde in der Stadt sorgfältig und umfänglich restauriert, so dass sich Besuchern heute die Chance bietet, getreue Nachbildungen der ursprünglichen Bauwerke in alter Pracht genießen zu können.

 

Okayama

Die Universitätsstadt Okayama ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und eignet sich sehr gut, um per Schiff auf die kleinste der vier Hauptinseln, Shikoku, überzusetzen. Touristisch glänzt sie mit einem der drei berühmtesten Gärten Japans, dem Koraku-en, welcher wunderschön am Ufer des Asahi-Flusses liegt. Ganz in der Nähe des Gartens liegt die auf Grund ihres schwarzen Anstrichs auch als „Krähenburg“ bekannte Burg Okayamas. Ende des 16. Jahrhunderts erbaut, wurde die Burg, wie ein großer Teil Okayamas, im 2. Weltkrieg zerstört. Nach dem Krieg wurde die Burg wiedererrichtet und dient heute als Museum zur Geschichte der Burg und der Stadt.
Ebenfalls von Okayama zu erreichen und einen Ausflug wert sind die Inseln Naoshima und Shodoshima. Naoshima ist ein Mekka für Liebhaber modernen Kunst. Die kleine Insel beherbergt einige architektonisch interessante Museen mit Sammlungen internationaler Künstler, vor allem Skulpturen und Installationen. Ebenso sind viele dieser Werke inmitten der Natur der Insel ausgestellt. Das Benesse House, gestaltet von Tadao Ando, bietet die Möglichkeit zur Übernachtung in einem „Museumshotel“. Naoshima ist mit zwei benachbarten Inseln Ausstellungsort bei der Setouchi Triennale, die alle drei Jahre Kunstliebhaber aus aller Welt anlockt. Shodoshima hingegen lockt vor allem mit seinen Naturschönheiten und ist als Oliveninsel bekannt. Berühmt für seine Olivenhaine findet man auf der Insel alles von Oliven-Schokolade über ein Oliven-Museum bis zum Oliven-Onsen. Im Zentrum der Insel lockt eine Seilbahn mit einer Fahrt in die Kanka-kei-Schlucht von deren Gipfel sich ein atemberaubender Blick auf die Inlandssee bietet. Erfahrene Wanderer können die umliegenden Berge und Aussichtspunkte natürlich auch zu Fuß erkunden.

 

Osaka

Die Hafenstadt Osaka liegt knapp 50 km von der ehemaligen Hauptstadt Kyoto entfernt und bietet neben bemerkenswerten Sehenswürdigkeiten, reichlich Shoppingmöglichkeiten und ein mannigfaltiges Nachtleben. Die Wirtschaftsmetropole war schon im Mittelalter ein führendes Handelszentrum Japans und wartet mit modernen Geschäftsbezirken und einer sehenswerten Altstadt um Shinsaibashi auf. Architektonisch beeindruckt die Skyline des Handels- und Geschäftsbezirks Umeda mit dem außergewöhnlichen Sky Building. Von hier aus bietet die „Floating Garden Plattform“ einen spektakulären Blick über die Stadt. Im Einkaufszentrum HEP Five und in unterirdischen Passagen kann man gemütlich – auch bei schlechtem Wetter - einkaufen und findet Restaurants für jeden Geschmack. Osakas Wahrzeichen befindet sich im Zentrum der Stadt, die Osaka Burg (Osaka-jō) aus dem 16. Jahrhundert, eine der berühmtesten Burgen Japans. Die Burg gehört zu den nationalen Denkmälern und beherbergt auf ungefähr einem Quadratkilometer Grundfläche ein historisches Burgmuseum und auf der 8. Etage eine Aussichtsplattform. Ein Muss bei einem Besuch Osakas ist der Sumiyoshi-Taisha, der oberste und einer der bedeutendsten Shinto -Schreine Japans, vermutlich aus dem 3. Jahrhundert. Zum Jahresanfang pilgern mehr als 2 Millionen Gläubige zum heiligen Gelände des Schreins, um zu beten. Die Stadt Osaka ist optimaler Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung: zur Kaiserstadt Nara sind es nur rund 25 km in Richtung Osten. Auf dem Weg dorthin ist das Horyuji Kloster ein lohnenswerter Stopp, und ca. 65 km weiter südlich liegt der berühmte Klosterberg Koya-san mit dem Kloster Kongobu-ji in 860 Metern Höhe.

 

Takayama

Inmitten des Hida-Gebirges liegt das bezaubernde Städtchen Takayama, umgeben von einem Panorama von mehreren 3000 m hohen Bergen. Die vielen erhaltenen Gebäude des Edo-Zeitalters haben der Stadt auch den Beinamen „Klein-Kyoto“ eingebracht, und vor allem das pittoreske Altstadtviertel Sannomachi lädt mit seinen Miso-Geschäften, Sake-Brauereien und traditionellen Handwerksläden zu einem Spaziergang durch das alte Japan ein. Viele Geschäfte und Häuser der Edo-Periode machen diese Straße zu einer der schönsten des ganzen Landes. In der Yatai-Kaikan können die prächtigen Umzugswagen des berühmten Takayama-Festivals, eines der größten Shinto-Festivals des Landes, bewundert werden, und am Morgen lohnt es sich, dem Morgenmarkt am Fluss einen Besuch abzustatten und den Händlern bei ihrem Treiben zuzusehen.

 

Tokyo

Tokyo gehört mit ihrem einzigartigen Flair zweifellos zu den größten und beeindruckendsten Metropolen der Welt. Die neun Millionen Stadt zieht jährlich Tausende von Reisenden an die Südostküste von Honshu. Egal, wonach Ihnen der Sinn steht, in der Hauptstadt Japans gibt es nichts, was es nicht gibt. Außergewöhnliche Erlebnisse sind garantiert! Ob im Szeneviertel Shibuya mit einer der bekanntesten Kreuzungen der Welt, der Shibuya Crossing, ob im japanischen Modezentrum Harajuku oder bei den klassischen Must haves einer Besichtigungstour: dem Meiji-Schrein, dem Asakusa-Tempel, dem Tokyo Tower oder dem Kaiserpalast mit seinen beeindruckenden Gärten - wer sich hier langweilt, dem ist nicht zu helfen. Dazu gesellen sich je nach Gusto überdimensionale Kaufhäuser, unzählige Restaurants – von bestem Fast Food bis zu den berühmten Sternerestaurants -, Bars und Clubs, aber auch viele Tempel, großartige Parkanlagen und eine vielfältige Auswahl an Museen. Zudem bietet sich die Hauptstadt Japans als hervorragender Ausgangspunkt für Unternehmungen in der Region an. Durch die perfekt ausgebaute touristische Infrastruktur ist es für Reisende ein leichtes, sowohl die Stadt als auch den Rest des Landes zu bereisen. So bietet sich Tokyo perfekt als Ausgangspunkt für Tagesausflüge nach Nikko, Hakone, Kamakura oder Yokohama an.

 

Uji

Diese kleine Stadt im Süden Kyotos gilt als Mekka des japanischen Tees. Die perfekte Gelegenheit um in einem der lokalen Teehäuser einer Teezeremonie beizuwohnen. Mit der Blüte der kaiserlichen Kultur in der Heian-Zeit können Sie sich sowohl im Phönix Tempel (Byodo-in) als auch im Museum zum ersten Roman der Literaturgeschichte – der Geschichte des Prinzen Genji – vertraut machen.

 

Yokohama

Yokohama ist eine relativ junge, aber trotzdem bereits Japans zweitgrößte Stadt und vor allem durch seinen Hafen geprägt. Noch heute zeugen die Bauten des Industriezeitalters, die Aka Renga Sōko (Ziegelstein-Lagerhäuser), von der hohen Bedeutung, die der Hafen seit Gründung der Stadt gespielt hat. Heute sind diese ein Zentrum des kulturellen Lebens der Stadt und beherbergen viele kleine Geschäfte und Restaurants, die vor allem am Wochenende gut besucht sind. Das Viertel Minato Mirai 21 ermöglicht einen Einblick in moderne städtebauliche Konzepte Japans, und der hier gelegene Landmark Tower einen traumhaften Ausblick über das Panorama der Stadt. Bei einem Spaziergang durch den Yamashita-Park kann man mit etwas Glück den Berg Fuji hinter der Häuserkulisse des abendlichen Yokohama erblicken. Nur wenige Minuten vom Park entfernt, bietet der Stadtteil Naka-ku eines der wenigen China-Towns Japans. Diese traditionell starke chinesische Präsenz in Yokohama ist ein weiteres Überbleibsel der historisch bedingten Bedeutung Yokohamas als Hafen- und Handelsstadt und bietet heute vor allem die Möglichkeit, eine authentische chinesische Küche in Japan genießen zu können.

 

 

Buddhistische Heiligtümer von Horyu-ji (UNESCO-Welterbe)

Südlich von Kyoto, in der Nähe der Stadt Ikaruga liegen 48 buddhistische Denkmäler die als „Buddhistische Heiligtümer von Horyu-ji“ als UNESCO-Welterbe anerkannt sind. Im Tempelareal des Horyu-ji befinden sich die ältesten erhaltenen Holzgebäude nicht nur Japans, sondern auch der Welt, sie datieren aus dem 7. bzw. 8. Jahrhundert Diese Meisterwerke der Holzarchitektur sind sowohl für die Kunstgeschichte als auch in religiöser Hinsicht wichtig, weil ihre Erbauung einhergeht mit der Einführung des Buddhismus in Japan, der aus China via Korea nach Japan gelangte. Seit seiner Gründung stand der Horyu-ji stets unter dem Schutz der kaiserlichen Familie. Zusätzlich zog die Verehrung des Prinzen Shotoku, die nach dem 12. Jahrhundert einsetzte, viele Pilger an und so wurde Horyu-ji stets sorgfältig gepflegt und konserviert.

 

Tempel Eiheiji)

Dieser buddhistische Tempel ist eines der spirituellen Zentren des Landes und eines der einflussreichsten Zentren des Zen-Buddhismus weltweit. Der Eiheiji ist an einem Berghang angelegt und bietet dem Besucher sowohl ein spirituelles Erlebnis, als auch ein phantastisches Naturerlebnis. Neben einem Rundgang durch den Tempel bietet sich hier auch die Möglichkeit zu einer Tempelübernachtung. Insbesondere nachdem die Tagesbesucher das Kloster verlassen haben, besitzt dieser Ort eine geradezu magische Atmosphäre.

 

Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark (UNESCO-Welterbe)

Nur ca. 100 km südwestlich von Tokyo liegt der Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark mit dem wohl bekanntesten Fotomotiv des Landes, dem Heiligen Berg Fuji, der sowohl die Literatur als auch die Malerei des Landes stark geprägt hat. Der aktive Vulkan gilt als einer der schönsten Berge der Erde und kann bei klarem Wetter sogar von Tokyo aus bewundert werden. Der Nationalpark hat aber auch abseits des Fuji einiges zu bieten. 1936 gegründet und seit 2013 Teil des UNESCO-Welterbes umfasst er ein riesiges Gebiet voller Seen, heißer Quellen und Vulkaninseln und hat auch abseits des Fujis, z. B. in der Fünf-Seen-Region, einiges zu bieten. Der Nationalpark ist heute vor allem ein beliebtes Naherholungsgebiet und bietet neben wunderschönen Naturerlebnissen auch einige interessante Museen mitten in seiner wunderschönen Landschaft. Japanreisenden bietet sich hier die perfekte Gelegenheit, bei einer Übernachtung in einem typisch japanischen Ryokan im hauseigenen Onsen (heißer Quelle) von der Hektik „draußen“ zu entspannen.

 

Iwami Ginzan Silbermine und Kulturlandschaft (UNESCO-Welterbe)

Das Ensemble der Iwami Ginzan Silbermine im Nordwesten Honshus besteht aus archäologischen Abbaustätten, Schmelzen und Veredelungsstätten, Siedlungen, Festungen, Transportrouten und Häfen. Im 16. und frühen 17. Jahrhundert, als die großen Silbervorkommen entdeckt wurden, siedelten sich im Umfeld der Mine zahlreiche kleine Betriebe an, die vom Erzabbau bis zur Veredelung alle manuellen Techniken des 16. Jhds. in ihrer gesamten Bandbreite abdeckten. Infolgedessen entstand eine Massenproduktion (1/3 der Weltproduktion) von qualitativ hochwertigem Silber. Es entwickelte sich nicht nur ein bedeutsamer kommerzieller Handel, sondern auch ein reger kultureller Austausch zwischen Japan und den Handelsnationen Ostasiens und Europas, der erst durch die politische und ökonomische Isolation Japans während der Edo Zeit (1603 – 1868) und die Erschöpfung der Minen im 19. Jahrhundert abebbte und schließlich endete.
Das Bild, das sich dem Besucher heute bietet, ist das einer riesigen, intakten Anlage, die teilweise von der Natur zurückerobert wurde und daher eher einem verwunschenen japanischen Garten gleicht, als einer profanen Arbeits- und Abbaustätte. Neben den ca. 600 Gruben und Stollen (von denen einige besichtigt werden können) gibt es Manufakturen, Wohnhäuser, Verwaltungsgebäude, Tempel und drei Bergfestungen, die zum Schutz der Minen errichtet und von Samurai bewacht wurden. Außerdem einen Abstecher wert ist das verträumte historische Minenstädtchen Imori, das über einen Fußweg mit den Minen verbunden ist. Hier können Sie Museen, historischen Gebäude, sowie einige Schreine und Tempel ansehen und das alte Japan nahezu ungefiltert erleben.

 

Japanische Alpen: Kamikochi und Kiso-Tal

In der Mitte der Insel wird Honshu von Nord nach Süd von drei Gebirgszügen durchzogen, die als die Japanischen Alpen bekannt sind. Diese sind wohl eine der spektakulärsten Landschaften Japans. Imposante Bergmassive, einige über 3000 Meter hoch, pittoreske Täler und wilde Flüsse machen die Japanischen Alpen zu einem Paradies für Wanderer, Kletterer, Wintersportler und Naturliebhaber. Ob bei einer Wandertour in Kamikochi, entlang der Ufer des wilden Azusa-gawa, beim Skifahren auf den Pisten um die ehemalige Olympiastadt Nagano, bei einem Besuch der Burg von Matsumoto oder beim Entspannen in den heißen Quellen in einem der vielen Onsen-Dörfer; die Japanischen Alpen sind bei jeder Japan-Rundreise ein Höhepunkt.
Ein besonderes Erlebnis ist eine Wanderung durch das dicht bewaldete Kiso-Tal. Durch dieses verläuft die alte Handelsstraße Nakasendo, die Koyto mit Edo (dem heutigen Tokyo) verband und entlang deren Route sich mehrere kleine Orte noch ihren alten Charme bewahren konnten. Vor allem der Abschnitt zwischen den Orten Tsumago und Magome zeichnet sich durch einen wundervoll angelegten Wanderweg aus und in beiden Orten lassen sich noch liebevoll gepflegte Beispiele der Architektur der Edo-Zeit bewundern.

 

Kii-Gebirge (UNESCO-Welterbe)

Gelegen im dichten Wald der Kii Berge, südlich von Osaka und den Pazifik überblickend, befinden sich drei heilige Stätten: Yoshino und Omine, Kumano Sanzan, sowie Koyasan – verbunden durch Pilgerwege mit den alten Hauptstädten Nara und Kyoto. Sie reflektieren die Verschmelzung von Shinto, der traditionellen japanischen Naturreligion mit dem aus China und Korea eingeführten Buddhismus und sind seit 2004 als UNESCO-Welterbe „Heilige Stätten und Pilgerstraßen in den Kii-Bergen“ anerkannt. Die Stätten und die sie umgebende Waldlandschaft reflektieren über einen Zeitraum von 1200 Jahren hinweg eine beständige Tradition von heiligen Bergen in einem Gebiet, das mit seinem Reichtum an Flüssen, Bächen und Wasserfällen immer noch lebendiger Teil der japanischen Kultur ist.
Vor allem der Berg Koya (Koya-san) darf bei einem Besuch der Region nicht fehlen, ist die mitten im bewaldeten Hochland gelegene Klosteranlage doch eines der spirituellen Zentren des Landes. Inmitten unberührter Natur hat man hier die Möglichkeit, seine Japan-Rundreise um eine Übernachtung in einer der fantastischen shukubo (Tempelunterkünfte) zu bereichern und ganz in der spirituellen Atmosphäre dieses Ortes aufzugehen.

 

Nikko-Nationalpark (UNESCO-Welterbe)

Nikko liegt rund 150 km nördlich von Tokyo und ist vor allem wegen seiner prunkvollen Tempelanlage fester Bestandteil jeder Japan Rundreise. „Sage nicht schön, bevor du nicht Nikko gesehen hast“ lautet nicht zu Unrecht ein altes japanisches Sprichwort. Das UNESCO Weltkulturerbe "Schreine und Tempel von Nikko" bildet einen Komplex von 103 religiösen Gebäuden, die mit viel Bedacht in eine atemberaubende Landschaft eingebettet wurden. Die ersten Gebäude wurden an den Hängen des seit prähistorischen Zeiten heiligen Nikko Berges errichtet. Im 17. Jahrhundert wurden weitere religiöse Gebäude von den herausragendsten Architekten und Künstlern ihrer Zeit unter Berücksichtigung eines visuellen Gesamtkonzepts in die Berghänge eingefügt. Ein Höhepunkt jeden Nikko-Besuchs ist die Anlage Tōshō-gū, Japans wohl meistverzierter Tempel und letzte Ruhestätte des Kriegsherren Tokugawa Ieyasu. Unweit des Yōmei-Tores findet befindet sich ein kleines Gebäude (Jinyōsha) mit kunstvollen Holzschnitzereien – darunter jene drei Affen, die Weltruhm erlangt haben, weil sie sich die Augen, die Ohren und den Mund zu halten: „Nichts sehen, nichts hören und nichts sagen“. Die Stadt wird vom Nikko-Nationalpark eingerahmt, der zu den großartigsten Naturregionen in Tokyos Umgebung gehört: ursprüngliche Wälder, klare Teiche und Seen, malerische Schluchten und imposante Wasserfälle bieten dem erholungssuchenden Großstädter einen idealen Rückzugsort.

 

Shirakawa-gō und Gokayama (UNESCO Welterbe)

Versteckt in der Bergregion zischen Kanazawa und Takayama bieten die Dörfer Shirakawa-go und Gokayama (beide seit 1995 UNESCO-Welterbe) die Möglichkeit, eine kleine Zeitreise zu unternehmen. Hier gibt es noch einige der seltenen Beispiele von Häusern im Gassho Stil, (Gasshō-zukuri „Stil der zum Gebet gefalteten Hände“) einem einzigartigen Bauernhaustyp mit strohgedeckten Steildächern, zu bewundern. In einer Gegend, eingebettet in zerklüftetes Hochgebirge, umgeben von dichten Wäldern, ergab sich die Notwendigkeit, besondere soziale und ökonomische Umstände miteinander zu verbinden und an die natürliche Umgebung und Lage anzupassen. So konnten Großfamilien auf einer relativ kleinen Grundfläche auf drei bis vier Stockwerken leben und arbeiten. Die Häuser selbst mussten so konstruiert sein, dass sie den schweren Schneefällen (bis zu 4 m) der Region standhalten konnten, und die Dächer benötigten eine Steilheit von bis zu 60 Grad, um zu gewährleisten, dass der Schnee herabgleiten kann. Die überlieferten Bauprinzipien und Sanierungspraktiken werden auch heute noch angewandt und es wird sorgsam darauf geachtet, dass nur traditionelle Materialien und Techniken beim Bau und der Restaurierung zur Anwendung kommen. Dadurch bewahren die Häuser im Gassho Stil ihre Authentizität nicht nur in Form und Aussehen, sondern auch in Bezug auf Materialien und Substanz.

Kyushu: Thermalbäder – Vulkane – Samurai

Japans drittgrößte und südlichste Hauptinsel bietet eine Vielfalt, die Sie verzaubern wird: Naturliebhaber kommen in vulkanischen Nationalparks und auf subtropischen Inseln in den Genuss einer einmaligen Naturkulisse. Kulturinteressierten Besuchern bietet die Insel neben Einblicken in das Leben der alten Samurai vor allem auch die Möglichkeit, das europäische Erbe des Kolonial- und Industriezeitalters zu betrachten. Und nach den vielen neuen Eindrücken gibt es am Abend doch nichts Schöneres als im Onsen, also in einer der heißen Quellen, zu entspannen.

 

Orte (alphabetisch)

Amakusa-shima – Inselwelt in Westen Kyushus

60 km südwestlich von Kumamoto liegen die Amakusa Inseln, eine Inselgruppe die aus zwei Haupt- und Hunderten Nebeninseln besteht. Die Abgelegenheit der noch immer sehr natürlichen Inseln hat dazu geführt, dass hier vor Beginn des Edo Zeitalters ein Zentrum des Christentums entstehen konnte, dessen Erbe noch überall zu besichtigen ist. Die Hauptinseln sind über Brücken mit dem Festland verbunden, während Fähren zu den kleineren Inseln verkehren. Viele der Inseln bieten noch beinahe unberührte Natur und fantastische Landschaften. Mit etwas Glück können Sie auf einer Bootsfahrt zwischen den Inseln auch noch den einen oder anderen Delfin entdecken.

 

Beppu, Paradies für Liebhaber heißer Quellen

In der Küstenregion von Beppu sprudeln ca. 3.000 heiße Quellen und machen den Ort zu einem der beliebtesten Onsen Kurorte der Japaner. Wohl nirgendwo sonst können Sie eine derartige Vielfalt an Bädern (von „normalen“ Onsen bis zu Sand- und Schlammbädern) und somit auch einen Einblick in die japanische Onsen Badekultur erleben. Einige der heißesten Quellen sind als die „Acht Höllen von Beppu“ berühmt und können verteilt über die Stadt besichtigt werden. Auch sehr sehenswert ist Yufuin, die so genannte „kleine Schwester“ von Beppu.

 

Chiran Samurai Viertel

Lassen Sie sich zurückversetzen in die Zeit der Samurai. Das Samurai-Viertel von Chiran, nur wenige Kilometer von Kagoshima entfernt, bietet einige schön erhaltene Samurai Häuser aus dem späten 18. Jahrhundert. Weder Autos, noch Telefon- und Stromleitungen stören die besondere, historische Atmosphäre des Ortes. Ebenso können Sie die privaten Gärten einiger Häuser besichtigen und sich hier einen kleinen Eindruck von der japanischen Gartenkultur verschaffen.

 

Fukuoka

Die größte Stadt Kyushus bietet eine Geschichte, die viele Jahrhunderte zurückreicht. Bereits im 13. Jahrhundert war die Stadt Schauplatz für einen Invasionsversuch mongolischer Aggressoren. Später war sie wichtiger Verwaltungsort und ein Zentrum des Handels und noch heute kann man den Ruinen der ehemaligen Burg der Stadt einen Besuch abstatten. Um die Burgruine lädt mit dem Ohori Park einer der bekanntesten Parks Japans zu einem Spaziergang ein. Mit dem Sumiyoshi Schrein und dem Shofuku Tempel beherbergt die Stadt unter anderem sowohl einen der ältesten Shinto Schreine Kyushus, als auch den ältesten Zen Tempel Japans. Aber auch kulinarisch hat Fukuoka einiges zu bieten: Die Stadt ist vor allem für ihr Straßenessen an den „Yatai“ genannten Straßenständen berühmt, welche Kostproben quer durch die japanische Küche bieten.

 

Goto Inseln

Die Goto Inseln liegen am anderen Ende der Präfektur Nagasaki, gut hundert Kilometer entfernt von der Hauptstadt. Fünf Hauptinseln und mehrere Hundert kleinere Inseln formen diese Inselgruppe, die neben einem Einblick in das christliche Erbe Japans auch traumhafte Strände und eine für Japan erstaunliche Gemütlichkeit zu bieten hat. Bei einem Aufstieg zum Onidake, einem erloschenen Vulkan und Wahrzeichen der Inselgruppe, bieten sich tolle Panorama Ausblicke über das Umland.

 

Kagoshima, das Neapel Japans

Ganz im Süden Kyushus erwartet Sie Kagoshima, das manchmal das „Neapel Japans“ genannt wird. Sowohl das relativ milde Klima, die palmengesäumten Boulevards, als auch der immer präsente Vulkan Sakurajima, einer der aktivsten Vulkane Japans, erinnern an die italienische Schwesterstadt. Besucher der Stadt können die in der Bucht von Kagoshima gelegene Vulkaninsel nach einer kurzen Fährfahrt erreichen und sich hier über den Vulkan informieren oder diesen bei einer kurzen Wanderung erkunden. Kagoshima selbst ist auch Ruhestädte des „letzten Samurai“, Saigo Takamori, dessen Aufstand Ende des 19.Jahrhunderts als Vorlage für den Hollywood Film „Der letzte Samurai“ diente.

 

Kumamoto:
Die Burg und der Suizenji, einer der schönsten Landschaftsgärten Japans

Die Hauptstadt von Kyushu beherbergt historische und landschaftliche Schätze: u.a. die aus dem Jahr 1467 stammende Burg Kumamoto, eine der imposantesten Festungen von ganz Japan. Kumamoto ist die einzige Burg Japans, die niemals eingenommen werden konnte, allerdings während der Belagerung schwere Schäden erlitt und im Jahr 1877 zum Großteil niederbrannte. Einige Nebengebäude und Räume blieben jedoch im Originalzustand erhalten. 1960 wurde die Burg nach Originalplänen komplett wiederaufgebaut und ab 1993 zu den wichtigsten nationalen Kulturgütern Japans gezählt. Liebhaber japanischer Landschaftsarchitektur und Gartenkunst können mit dem Suizenji Park (Suizenji-koen) einen der großartigsten Landschaftsgärten Japans besuchen. Der Garten wurde im 17.Jahrhundert von der Kumamoto regierenden Hosokawa Familie errichtet und stellt eine Miniatur der 53 Poststationen der Tokaido Straße dar, welche in der Edo Periode Edo (das heutige Tokyo) mit Kyoto verband. Der Garten beherbergt auch eine verkleinerte Version des heiligen japanischen Berges Fuji. Literaturaffine Besucher können in Kumamoto schließlich das Haus Lafcadio Hearns („In einem japanischen Garten“) besuchen, einer der ersten westlichen Schriftsteller, die Bücher über Japan verfasst haben.

 

Miyazaki / Aoshima

Miyazaki ist eine Großstadt an der Ostküste Kyushus und vor allem für sein besonders mildes Klima berühmt. Die Stadt lädt mit einigen wunderschönen Resorts zum Entspannen am Strand ein. Ebenso dient die Stadt als Ausgangspunkt für einen Besuch der kleinen Insel Aoshima. Die Insel ist durch eine kleine Brücke mit dem Festland verbunden, und Besucher können sie bei einem kurzen Spaziergang entlang weißer Strände und subtropischen Dschungels umrunden. Unterwegs können sie den Aoshima Jinja Schein besuchen. Ebenso kann man bei Ebbe das geologische Phänomen des „Waschbrett des Teufels“ betrachten, eine besondere Basaltformation, die zwar von Menschen gemacht aussieht, aber vollkommen natürlich entstanden ist.

 

Nagasaki: Europäische Hinterlassenschaften

Heute ist Nagasaki vor allem als Schauplatz des zweiten Atombombenabwurfs auf Japan im Zweiten Weltkrieg bekannt. Die Geschichte der Stadt ist aber seit langem mit der Geschichte Europas verbunden. Nagasaki, das sich malerisch an die Hügel um Japans schönsten Naturhafen schmiegt, verfügte viele Jahre lang über weitreichende Handelskontakte zum Ausland. Portugiesische Missionare sowie holländische Kaufleute hinterließen vor allem im Kolonial- und Industriezeitalter ihre Spuren, welche sich noch heute im über der Stadt gelegenen Glover Park bestaunen lassen. Ebenso war Nagasaki ein Zentrum chinesischer Kultur in Japan, und der Anteil der chinesischen Bevölkerung war in Nagasaki besonders groß. Hier und in Yokohama bestehen heute die einzigen verbliebenen Chinatowns in Japan. Und natürlich wird in der Stadt auch an die jüngere Geschichte erinnert, welche man bei einem Spaziergang durch den Friedenspark und zur „Statue des Friedens“ erleben kann.

 

Präfektur Saga

Zwischen den Präfekturen Fukuoka und Nagasaki gelegen gerät die Präfektur Saga oft in Vergessenheit. Aber auch Saga wartet mit Höhepunkten japanischer Kultur auf! Wie überall auf Kyushu können Sie auch hier traumhafte Onsen Badeorte entdecken, und sicherlich lässt es sich in den kleinen Orten Takeo oder Ureshino ruhiger entspannen als im berühmten Badeort Beppu. Wer sich für die Frühgeschichte Japans interessiert, kommt im archäologischen Park von Yoshinogari voll auf seine Kosten. In der Stadt Kashima lädt der Yutoku Inari Schrein, einer der schönsten seiner Art in ganz Japan, seine Besucher zu einem Spaziergang durch rote Torii ein. Und schließlich lassen sich in den Dörfern Arita und Okawachiyama noch wahrhaft einzigartige Souvenirs erwerben, sind beide Orte doch berühmt für ihr Porzellan und waren auch die ersten Orte Japans, in denen solches vor ca. 400 Jahren hergestellt worden ist.

 

Takachiho

Eine der mythologisch bedeutendsten Stätten Japans finden Sie nördlich von Miyazaki. Hier befindet sich die Höhle, in der sich die Shinto Sonnengöttin Amaterasu der Legende nach versteckte. Zu Ehren der Göttin wurde der Amano Iwato Schrein errichtet, der zu einem Besuch einlädt. Ein Naturschauspiel der besonderen Art ist hingegen eine Bootsfahrt durch die Takachiho Schlucht. Auf kleinen Ruderbooten können Sie die erhabenen Felsformationen entdecken und am Ende der Fahrt den Takachiho Schrein besuchen, der wundervoll in die ihn umgebende Baumlandschaft integriert ist.

 

Unzen

Unzen ist ein Onsen Badeort am Fuße des Mt. Unzen. Ursprünglich eine Tempelstadt, die sogar mit der Größe vom heiligen Tempelberg Koya-san vergleichbar war, hat sich Unzen durch seine heißen Quellen in der Meiji Periode zu einem der ersten Touristenorte Japans entwickelt und war bei In- und Ausländern gleichermaßen beliebt. Noch heute kann der Einfluss westlicher Kultur in einigen Gebäuden der Stadt entdeckt werden. Unzen selbst hat einige Attraktionen, vor allem der 1.300 Jahre alte Manmyo-ji Tempel (1638 wieder aufgebaut) und die an einen Geysir erinnernde heiße Quelle Daikyokan Jigoku. Unzen ist ebenso der perfekte Ausgangspunkt, um den Berg Unzen und den Unzen Amakusa Nationalpark zu entdecken. Von Unzen aus führen einige Wanderwege in Japans ältesten Nationalpark, die Englisch beschriftet sind. Im Besucherzentrum erfährt man einiges über die hiesige Flora und Fauna und erhält Broschüren in englischer Sprache.

 

Yatsushiro

Im Küstenstädtchen Yatsushiro spielen Messer und Schwerter eine große Rolle, denn hier gibt es eine der besten Messerschmieden des Landes. Einst versorgten sich hier Samurai mit Waffen, heute pilgern Sushi Meister aus Tokio genauso wie europäische Sterneköche in die kleine Manufaktur, um sich mit den außerordentlich scharfen Schneidewerkzeugen einzudecken.

 

Yufuin

Yufuin zählt heute zu den attraktivsten Onsen Städten des Landes, ist es der Stadt doch gelungen, eine wunderbar natürliche Atmosphäre zu erhalten. Neben den wunderschönen öffentlichen wie privaten Badehäusern laden zahlreiche Cafés und Tempel zu einem Besuch ein. Entspannen Sie in den heißen Quellen Ihres Ryokans oder schlendern Sie durch die Stadt und entdecken Sie deren Reichtum an Museen, Boutiquen und Cafés.

 

 

Nationalparks und Natur (alphabetisch)

Aso Nationalpark: Der größte Vulkankrater der Erde

Im Herzen der Insel bietet der Aso Nationalpark ein Paradies für Wanderer und Vulkanbegeisterte. Der Park selbst befindet sich in der größten Caldera der Erde (128 km Umfang) und umgibt den noch immer aktiven Vulkan Aso. Mutige Besucher können bis zum Rand des Vulkans steigen und einen Blick in den aktiven Krater werfen. Aber auch das umliegende Kuju Gebirge bietet einige wunderschöne Wanderpfade, die entdeckt werden wollen. Am Abend kann man einen der Vorteile der vulkanischen Aktivität im Untergrund genießen: im Aso Nationalpark befinden sich einige der berühmtesten heißen Quellen (Onsen) des Landes, und ein Bad in einer heißen Quelle ist für jeden Japan Besucher ein unbedingtes Muss!

 

Gokanosho

Gokanosho bezeichnet weniger einen Ort als ein Gebiet im Zentrum Kyushus, in welchem sich abseits der modernen Welt einige wunderschöne historische Stätten entdecken lassen. Ehemals Rückzugsort des vertriebenen Heike Klans ist das Gebiet heute einer der schönsten Orte, um die Herbstlaubfärbung in Kyushu zu bestaunen und sich einige Tage Ruhe zu gönnen. Viele Pfade und Wege laden dazu ein, die umliegenden Wälder und Täler zu entdecken und die unberührte Natur Kyushus zu erleben.

 

Yakushima Nationalpark (UNESCO Weltnaturerbe)

Die fast runde Insel Yakushima befindet sich 60 km von der südlichsten Spitze Kyushus entfernt. Fast die Hälfte dieses subtropischen Paradieses ist als Nationalpark ausgewiesen, und Besucher können hier einige der ältesten Baumbestände Japans bestaunen, denn die örtlichen Zedern sind zum Teil deutlich über 1.000 Jahre alt. Wandern Sie durch einen dichten Wald mit urwaldähnlichem Baumbestand und überqueren Sie Hängebrücken, die über Bachläufe führen. Unterwegs werden Ihnen mit etwas Glück Rehe und Affen begegnen. Besonders berühmt ist der Zedernwald Shiratani Unsuikyo, er mutet mystisch an und diente nicht von ungefähr als Inspiration für den verwunschenen Märchenwald in dem berühmten Zeichentrickfilm Prinzessin Mononoke von Hayao Miyazaki.
Neben Wanderungen durch seine subtropischen Wälder lockt die Insel aber auch mit tollen Bademöglichkeiten (sowohl in den heißen Quellen, den so genannten Onsen, als auch im Meer) und einer großartigen Artenvielfalt an Pflanzen. Eine Besonderheit kann man zwischen April und August auf einer nächtlichen Wanderung am Strand erleben: die Eiablage der Meeresschildkröten.

Shikoku

Shikoku (Vier Länder) ist die kleinste und neben Hokkaido unbekannteste der vier japanischen Hauptinseln. Shikoku umfasst auch viele kleinere Inseln, die sich im Setonaikai (Seto Binnenmeer) befinden. War Shikoku lange Zeit nur mit der Fähre von Honshu aus zu erreichen, verbinden sie heute mehrere Brücken mit der japanischen Hauptinsel. Dies macht sie für Naturliebhaber, Wanderer und Pilger einfach zugänglich. Hauptanziehungspunkt der Insel ist der schon seit Jahrhunderten bestehende buddhistische Pilgerweg „88 Orte Shikokus“, der zu 88 heiligen Stätten und Tempeln führt, gilt Shikoku doch auch als Entstehungsort des Shingon Buddhismus. Viele Pilger wissen zwar heutzutage mit Bus und Bahn die Annehmlichkeiten unserer modernen Welt zu schätzen, um den Weg zurückzulegen. Aber noch immer pilgern Jahr für Jahr unzählige Gläubige nach Shikoku, um, ähnlich den Pilgern auf dem europäischen Jakobsweg, je nach Kondition, ein Teilstück oder die ganze lange Strecke (bis zu 1.400 km) Buße tuend per Pedes zurückzulegen.

 

Orte (alphabetisch)

Hakodate

Die Stadt Hakodate am südlichen Ende Hokkaidos ist die drittgrößte Stadt der Insel. Der Aufstieg Hakodates begann 1859 mit dem Friedensvertrag zwischen Japan und den USA, der nun den Handel mit dem Ausland erlaubte. Daher war der Hafen der Stadt ein Eingangstor für westliche Einflüsse, die bis heute nicht zu übersehen sind. Beispiele hierfür sind das Goryokaku Fort, ein sternförmiges Kastell, das ehemalige Bezirksamt der Stadt, und einige Warenhäuser aus rotem Backstein.

Vom 334 m hohen Mount Hokodate hat man – besonders bei Einbruch der Nacht – einen spektakulären Blick auf die Stadt und das Meer. Mit einer Seilbahn, dem Auto oder Bus kommt man bequem auf den Berg hinauf.

 

Hiwasa

Hiwasa ist ein großes Fischerdorf, dessen Umgebung viele kleine, hübsche Strände und ursprüngliche Natur bietet. Ein besonderes Schauspiel bietet sich Besuchern der Gegend jedes Jahr im Sommer mit dem nächtlichen „turtle walk“. Alljährlich kommen Meeresschildkröten nach Hiwasa, um ihre Eier abzulegen und nach dem Schlüpfen kann man mit etwas Glück die jungen Schildkröten bei ihrem Gang ins rettende Meer beobachten.
Hiwasa ist auch die 23. Station des Pilgerwegs „88 Orte Shikokus“ und der Yakuō Tempel in Hiwasa wird wegen seiner Wirkung als Talisman aufgesucht – um Böses abzuwenden.

 

Kochi

Kochi im Süden, die Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur, wird von Bergen eingerahmt und vom Kagamigawa („Spiegelfluss") durchflossen. Dem Japan Reisenden bietet sich in Kochi die Möglichkeit, mit der Burg Kochi-jo eine der ganz wenigen im Original erhaltenen Burgen des Landes zu besuchen. Ebenso befinden sich in der Stadt und ihrer Umgebung einige Stationen der „88 Orte Shikokus“. Wer auf seiner Japan Rundreise im August in Kochi halt macht, sollte sich auf keinen Fall das berühmte Yosakoi Matsuri Festival entgehen lassen. Bei diesem Tanzfestival präsentieren über 10.000 Tänzer aus ganz Japan, jeweils in Teams bis zu 150 Personen, ihre Choreographien im Yosakoi, der klassische japanische Tanzschritte mit moderner Musik vereint.

 

Naruto „Tosendes Tor“ früher (Muyanoshō/Muyanoto)

Nicht die Stadt, sondern die Umgebung von Naruto sind sehenswert: Der Gezeitenstrudel (Naruto no Uzushio) ist ein Phänomen, das durch den unterschiedliche Tidenhub im Pazifik und dem Seto Binnenmeer ausgelöst wird und bis zu 20 m breite, mehrere Meter tiefe Wasserstrudel hervorruft.
Das Naturereignis lässt sich am besten von der Ōnaruto-kyō Brücke aus beobachten, deren untere Ebene für Fußgänger in Teilen, auf dem sogenannten "Strudelweg" (Uzu no michi), begehbar ist. Nähere Informationen über den Gezeitenstrudel erhalten Interessierte auf der Shikoku Seite der Brücke im Naruto kōen Park. Es gibt auch die Möglichkeit, mit Booten die Strudel zu erkunden. Kunstfans kommen in einem der größten Kunstmuseen Japans, im Internationalen Kunstmuseum Otsuka auf ihre Kosten. Auf rund 29.000 m² werden hier Meisterwerke der Kunst ausgestellt.

 

Marugame

Marugame zählt zu den nur 12 Orten Japans (von über 5.000), die es geschafft haben, ihre Burg mehr oder weniger im Originalzustand ins 3. Jahrtausend hinüberzuretten. Ein Besuch der Burg lohnt sich vor allem wegen des großartigen Ausblicks auf die gigantische Brücke Seto-Ōhashi zur Hauptinsel Honshu. Marugame ist eine von zahlreichen Industriestädten im Nordosten von Shikoku und produziert ca. 90% aller in Japan hergestellten Fächer.

 

Matsuyama („Kiefernberg“)

Matsuyama ist die größte Stadt der Insel Shikoku und entwickelte sich aus einer Burgunterstadt (Jōkamachi) heraus. Die Lage im Flussdelta des Shigenobu-gawa und die bis zu über 1.000 m hohen Berge ringsum sowie die heißen Quellen machen sie zu einem überaus idyllischen Ort. Der Dōgo Park mit seinen heißen Quellen und dem öffentlichen Bad Dōgo Onsen, das als das älteste Onsen des Landes gilt, laden zur Erholung ein. Im Zentrum der Stadt lohnt sich ein Besuch des schönen, alten Schlosses und natürlich einiger Tempel des Pilgerweges. Bewunderer der japanischen Haiku Dichtung haben in Matsuyama die Gelegenheit auf den Spuren Masaoka Shikis zu wandeln, dem berühmtesten Sohn der Stadt und Begründer der modernen Haiku Dichtung, zu dessen Ehren noch heute viele Haiku Wettbewerbe in der Stadt abgehalten werden.

 

Sakaide

Sakaide ist eine große Industriestadt am Seto Binnenmeer Ufer und durch die große Seto Brücke (Seto Ōhashi), die Shikoku mit Honshū verbindet, Einfallstor nach Shikoku. Die für den Schienen- und Straßenverkehr angelegte Brücke ist eine Kombination von verschiedenen Brückenarten, die sich von Insel zu Insel spannen.

 

Sotodomari

Sotodomari ist ein malerisches Dorf unweit von Uwajima, das als eines der 100 schönsten historischen Landschaften Japans gilt. Wie viele Dörfer in dieser Gegend liegt es direkt am Meer auf einem schmalen Uferstreifen, der in aufgeschichtete Steinterrassen übergeht. Enge Gassen und Treppen schaffen eine wunderbare Atmosphäre und lassen das Dorfleben des alten Japan erahnen.

 

Takamatsu

Die Hafenstadt Takamatsu liegt am Seto Binnenmeer und gilt als das Tor zur Insel Shikoku. Die Entstehung der Stadt geht auf einen Tempel zurück, und lange war die Takamatsu eine Burgstadt für die Fürsten aus dem Hause Mito, die hier von hier bis Mitte des 19. Jahrhunderts regierten. Einige Überreste der Burg können heute auf dem Gelände eines neu entstandenen öffentlichen Parks entdeckt werden. Ein weiterer Park von besonderer Schönheit ist der Ritsurin Garten. Der Landschaftspark aus dem 17. Jahrhundert ist wie so oft in Japan eine Miniaturausgabe der großen Welt mit Wasserfällen und Teichen, Hügeln und Felsen, sowie dazwischen Blumengärten, kleinen Bogenbrücken und Pavillons, die zu einem Tee einladen. Pilger haben im Osten und Westen der Stadt die Möglichkeit, die Tempel Yashima-dera, Shiramine-ji und Negoro-ji zu besuchen, die Teil des berühmten Pilgerweges sind.

 

Uwajima

Selbst für japanische Verhältnisse liegt die Hafenstadt Uwajima relativ abgeschieden im Nordwesten Shikokus. Eine erste Festung wurde um 941 errichtet und 1601, zu Beginn der Edo Zeit, erbaute Daimyō Tōdō die bis heute erhaltene Burg. Der Burgberg im Zentrum der Stadt wird von einer Genzai Tenshu Burg (der Hauptbau – Donjon – ist noch im Originalzustand) gekrönt. Die kleine, pittoreske Burg ist umgeben von einem farbenprächtigen Park und bietet einen reizvollen Blick über die Stadt und die Bucht. Eine Besonderheit, die es in Uwajima gibt, ist Tōgyū (der Stierkampf). Allerdings kämpfen hier die Stiere gegeneinander, ohne den Einsatz von Toreros und Matadoren.

 

Yusu

Das ursprüngliche Fischerdorf Yusu liegt in der Nähe von Uwajima und bietet eine einzigartige Kulturlandschaft, wie man sie sonst kaum noch sieht. Da die bergige Gegend aufgrund der Steilheit der Hänge für Landwirtschaft wenig geeignet war, entschloss man sich, Terrassen anzulegen. Diese sind im ganzen Land heute verschwunden – außer in Yusu, wo man auch heute noch aktiv auf Terrassen anbaut!

 

 

Nationalparks und Natur (alphabetisch)

Ashizuri Uwakai Nationalpark

Im Südwesten Shikokus bietet der Ashizuri Uwakai Nationalpark den Besuchern malerische Steilküsten und Felsformationen, weiße Sandstrände und die Möglichkeit, den Artenreichtum der japanischen Meereswelt kennenzulernen. So ist der Park nicht nur ein Paradies für Wanderer, sondern auch für Wassersportler aller Art. Ob auf einem der zahlreichen Wander- und Lehrpfade, beim Schnorcheln oder Tauchen durch die fischreichen Riffe, oder einfach beim Entspannen in einer der vielfältigsten Landschaften des Landes – der Nationalpark ist für jeden Reisenden einen Besuch wert.

 

Oboke

Bei Oboke hat der Yoshinogawa, einer der drei wildesten Flüsse Japans, eine tiefe Schlucht in den Untergrund gegraben, die einst der gefürchtetste Teilabschnitt des Flusses war. Die malerische Schlucht ist ein beliebtes Ausflugsziel, und der Fluss gilt als Rafting Paradies. Wer seine Nerven testen möchte, findet ca. 10 km von Oboke entfernt eine alte, traditionelle – und wackelige – Hängebrücke (Kazura-Bashi), die dort seit dem 17. Jahrhundert die schmale Klamm (Iya-kei-Iya) überspannt.

Wissenswertes über Japan

Onsen

Das Wort „Onsen“ bezeichnet eigentlich eine natürliche heiße Quelle, die gerade in Japan auf Grund der hohen vulkanischen Aktivität sehr verbreitet sind. Der Begriff wird allerdings auch für ein öffentliches Bad (Sento) verwendet, welches von einer heißen Quelle gespeist wird und dessen Besuch tief in der japanischen Kultur verwurzelt ist. Heute ist ein Onsen ein geschlechtergetrenntes Gemeinschaftsbad in wohltuend heißem Wasser. Viele Onsen-Hotels haben heute auch Saunen und Kaltwasserbecken für Wechselbäder, was die „Wellness-Fans begeistert. Wenn Sie auf den Geschmack d.h. den Onsen gekommen sind, dann beachten Sie unbedingt die Regeln, die an diesen Orten gelten und machen Sie auch einen Bodycheck, denn Tätowierungen können Ihnen den Besuch verwehren, da diese meist als Erkennungszeichen der Yakuza, der japanischen Mafia, gedeutet werden. Bei einer Reise durch Japan ist eine Besuch eines Onsen absolute Pflicht und ein tolles Erlebnis. Gerade in den Nationalparks sind die Bäder oft wunderschön inmitten der Natur gelegen und auch architektonisch eine Augenweide!

 

Sumo Turniere

Über 2000 Jahre alt ist der Sumo-Sport, die einzige traditionelle Sportart Japans die sich riesiger Beliebtheit erfreut und sogar zur besten Sendezeit im Fernsehen übertragen wird. Sumo-Ringen ist tief im shintoistischen Glauben des Landes verwurzelt und voller Regeln und Rituale, die dies wiederspiegeln. Da die Turniere oft viele Tage lang dauern darf man sich einen Besuch einiger Kämpfe nicht entgehen lassen, sollte man sich auf seiner Japan Rundreise gerade zur richtigen Zeit am richtigen Ort befinden.

Die großen Turniere finden an folgenden Zeiten und Orten statt:
Januar: Tokyo
März: Osaka
Mai: Tokyo
Juli: Nagoya
September: Tokyo
November: Fukuoka

 

Teezeremonie

Die Teilnahme an einer japanischen Teezeremonie („chado“ bzw. „sado“) ist ein kultureller Höhepunkt jeder Japan Rundreise. Auch Teeritual genannt, steht die Teezeremonie der Philosophie des Zen nahe und bezeichnet den formalisierten Ablauf einer Zusammenkunft, bei dem den Gästen nach bestimmten Regeln Tee und Speisen gereicht werden. Die ganze Atmosphäre ist auf Ruhe und Entspannung ausgelegt. Bei einem Besuch in einem japanischen Teehaus oder privat bei einer Gastfamilie lässt sich dieses Ritual noch unverfälscht erleben und falls gewünscht, hat man bei einer ausführlicheren Einführung auch die Möglichkeit, die einzelnen Schritte der Zeremonie selbst zu erlernen.

 

Ikebana

Die japanische Kunst des Ikebana (Lebende Blume) ist eine in Japan entwickelte Kunstform des Blumenarrangierens und lässt sich bis ins 6. Jahrhundert zurückverfolgen. Ursprünglich gehörte diese Kunst zur Ausbildung jedes Adligen und noch heute genießt sie eine hohe Wertschätzung. Viele Ikebana Schulen sind sehr populär und eine Japan Reise bietet die einmalige Gelegenheit, eine Einführung in diese Kunst am Ort ihrer Entstehung zu erhalten.

 

Origami

Im 7. Jahrhundert brachten Mönche das Papier von Japan nach China und vom 14. bis ins 19. Jahrhundert entwickelte sich in Japan die Kunst des Papierfaltens, die als Origami bekannt ist. Gab es lange Zeit nur wenige, traditionelle Modelle, entwickelte sich ab Anfang des 20. Jahrhunderts eine unglaubliche Vielfalt an Formen. Heutige Modell besitzen eine unglaubliche Komplexität deren Herstellung teilweisen Stunden dauert. Nutzen Sie Ihre Japan Reise und erlernen Sie die ersten Techniken und Modelle und bringen Sie vielleicht schon ihren ersten „Kranich“ mit nach Hause.

 

Kalligraphie

Die Kalligraphie (Shodo) gilt in Japan seit Jahrhunderten seit eine der feinen Künste und genießt als eine der Dzen-Praktiken (neben der Teezeremonie, verschiedenen Kampfkünsten und Ikebana) höchsten Respekt. Sie besitzt sowohl einen künstlerischen, als auch einen philosophischen Aspekt und ist Zeichen eines der Hauptprinzipien der japanischen Ästhetik – des Wabi-Sabi. Erste Grundlagen der Kunst im Umgangs mit Pinsel und Tinte lässt sich noch heute bei einem Japan erlernen.

 

Fahrradtouren

Im hochtechnisierten Japan bietet die Fortbewegung mit dem Fahrrad eine erholsame Abwechslung zum hektischen Alltag. Auf zwei Rädern lässt sich die Umgebung auf eine ganz neue Art und Weise erleben. Ob bei einer Stadtführung auf dem Sattel durch das quirlige Tokyo oder einer Tour entlang malerischer Küstenabschnitte und Fischerdörfer - Japan bietet viele Möglichkeiten, die Schönheit des Landes auf zwei Rädern zu erkunden. Und nach einem Tag auf dem Fahrrad ist das anschließende Bad im Onsen besonders entspannend.

 

Wintersport in Japan

Die Berge Japans, vor allem in den Japanischen Alpen und auf Hokkaido, sind ein Paradies für Skifahrer und Snowboarder. Hunderte Pisten und traumhafter Pulverschnee locken Einheimische und Touristen in die besten Skigebiete. Nicht umsonst war Japan bereit zweimal Gastgeber der Olympischen Winterspiele – in Nagano (1998) und Sapporo (1972). In den japanischen Alpen sind vor allem die Pisten um den Olympiaort Nagano einen Besuch wert. Die Skigebiete von Shiga Kogen und Hakuba gehören sicherlich zu den besten des Landes. Im Hohen Norden von Hokkaido sind die Gebiete von Rusutsu und Niseko lohnenswerte Ziele für jeden Wintersport-Enthusiasten. Skifahren in Japan hat aber auch noch einen weiteren Vorteil: Am Ende des Tages lässt es sich im hoteleigenen Onsen besonders gut entspannen. Einen Überblick über die Skigebiete Japans finden Sie hier: http://www.skiresort.de/skigebiete/japan/

 

Manga / Anime

Mehr als Kinderkram – in Japan sind Manga-Comics und ihr bewegtes Pendant, der Anime, anerkannte Kunstformen und Medien, die sowohl von Jugendlichen als auch von Erwachsenen konsumiert werden. Inzwischen finden die Werke aus Japan aber auch international immer mehr Anerkennung, haben doch vor allem die berühmten Ghibli-Studios einige Klassiker der modernen Animationsfilms geschaffen („Prinzessin Mononoke“, „Chihiros Reise ins Zauberland“ uvm.). In Europa teilweise immer noch als skurriles Phänomen belächelt, findet man in Japan Manga Fans über alle Schichten und Altersklassen hinweg. Bei einer Japan Reise hat man die einmalige Gelegenheit diese Kultur hautnah zu erleben. Ob bei einer Pause in einem Manga Kissa (Manga Café; eine Mischung aus Café und Bibliothek), einem Spaziergang durch Tokyos Stadtteil Akihabara, Zentrum der Manga- und Anime-Kultur, oder bei einem Besuch der Ghibli-Studios – nur in Japan lässt sich diese Kultur in ihrem Original erleben.

 

Japanische Messer- und Schwertschmieden

Japanische Schmiedeerzeugnisse haben seit Jahrhunderten einen exzellenten Ruf. Auch wenn im Westen heute oft eine romantisierte Vorstellung vom Katana herrscht, als Schwert, das Stahl durchtrennen könnte und praktisch unzerstörbar sei, liegt diesen Mythen doch ein wahrer Kern zugrunde: die Qualität der japanischen Schmieden ist noch immer hervorragend. Wer auf seiner Japan Rundreise also auf der Suche nach einem Souvenir ist, welches auch nach Jahren noch begeistert, sollte eine der Messer- oder Schwertschmieden des Landes besuchen. Einige der besten Küchenmesser und Schwerter der Welt werden beispielsweise in den Städten Sakai und Seki, beide nur einen kurzen Weg von Osaka oder Kyoto entfernt hergestellt. Oft werden die Messer hier noch nach traditionellen Techniken in Handarbeit hergestellt und mit etwas Glück kann man bei einem Besuch den Schmieden über die Schulter schauen.

Kultur, Events und Festivals

Ausgewählte Festivals

 

Januar

Hachimantai - Die Gebetstänze Dainichidō Bugaku aus Hachimantai, Kazuno (Immaterielles Kulturerbe der UNESCO)
Schon im frühen 8. Jhd. haben der Legende nach Künstler des kaiserlichen Hofes Hachimantai im Norden Japans besucht und den ausschließlich dem kaiserlichen Hof vorbehaltenen ''Bugaku“, den japanischen Hoftanz und „Gagaku“, die Musik des Kaiserpalastes, zum Wiederaufbau des Dainichido Schreins aufgeführt. Das Tanzritual hat sich durch die Weitergabe von Generation zu Generation unter Einbeziehung der örtlichen Besonderheiten weiterentwickelt und wird am zweiten Tag jeden Jahres, dem 2. Januar, von vier Gemeinden (Osato, Azukisawa, Nagamine und Taniuchi.) zur Aufführung gebracht. In einem Sternmarsch rücken die vier Gruppen zum Schrein vor, wo sie vom Morgengrauen bis zum Mittag neun heilige Tänze zeigen, die Glück und Segen im neuen Jahr bringen sollen. Bei einigen Tänzen werden kostbare, historische goldene Masken getragen, die nur nach einem strengen Regelwerk angefasst werden dürfen, weil sie die Heiligkeit des Dainichido Schreins verkörpern und ausschließlich an diesem Tag der Öffentlichkeit präsentiert werden.

 

 

Februar

Sapporo Snow Festival
Jedes Jahr im Februar findet in Sapporo eines der beliebtesten Winterevents des Landes statt. Sollte Sie ihre Japan Rundreise in dieser Jahreszeit auf die nördlichste Insel Japans führen eine einmalige Gelegenheit einen der Höhepunkte des Jahres in Sapporo zu erleben. Seit Schüler im Jahr 1950 einige Schneeskulpturen im Odori Park errichtet haben, hat sich dies zu einem großen Event weiterentwickelt, zu dem jährlich mehr als zwei Millionen Besucher in die Hauptstadt Hokkaidos strömen. An drei Festivalorten können die Besucher hunderte spektakulärer Eis- und Schneeskulpturen bewundern die bis zu 15 m in die Höhe ragen. Besonders bei Nacht, wenn die Skulpturen im Licht der Scheinwerfer erstrahlen, ein phantastisches Erlebnis und ein ganz besonderer Ausblick bietet sich dem Japan Reisenden von der Aussichtplattform des Fernsehturms von Sapporo der extra für das Festival seine Öffnungszeiten verlängert. Das Festival wird angereichert durch verschiedene Events und Konzerte, von denen viele die Schneeskulpturen als Bühne nutzen, und ein reichhaltiges Angebot an kulinarischen Spezialitäten Hokkaidos, die an vielen, extra für das Festival errichteten Essenständen angeboten werden.

 

 

April

Takayama Matsuri (Sanno Matsuri)
Sowohl im April (Sanno Matsuri), als auch im Oktober (Hachiman Matsuri) findet in Takayama für zwei Tage eines der schönsten Festivals des Landes statt. Bei großen Paraden werden mehrere große Festwagen (Yatai) durch die Straßen der Stadt gezogen. Die Festwagen sind mit wundervollen Schnitzereien dekoriert und zeugen noch heute vom Ruf Takyamas als Stadt begnadeter Handwerker. Die Teilnehmer der Parade sind traditionell gewandet und man fühlt sich direkt ins 16. Jahrhundert zurückversetzt. Eine besondere Augenweide sind die wunderschönen mechanischen Marionetten, die einige der Wagen schmücken und zu bestimmten Zeiten traditionelle Tänze aufführen. Besonders bei der Prozession am Abend, wenn die Festwägen von hunderten Laternen beleuchtet werden entsteht eine Stimmung, die kaum in Worte zu fassen ist.

 

Hitachi - Das Fest Hitachi Fūryūmono mit Puppenspiel in Hitachi (Immaterielles Kulturerbe der UNESCO)
Die Hitachi Furyumono ist ein gigantischer Festzug, der jeden April in der Stadt Hitachi an der Pazifikküste in Mitteljapan während des Kirschblütenfestivals stattfindet, und einmal alle sieben Jahre im Mai während des großen Festivals des Kamine Schreins. Jede der vier örtlichen Gemeinden Kita-machi, Higashi-machi, Nishi-machi und Hom-machi – fertigt einen riesigen Motivwagen von bis zu 15 m Höhe und 5 t Gewicht an, der einem fünfstöckigen Puppentheater Platz bietet. Drei bis fünf Meister bedienen je eine Marionette, während in den Bäuchen der Wagen Musikanten das aufwändige Spektakel begleiten. Die Kunst des Puppenspiels wird in den Familien ausschließlich vom Vater an den ältesten Sohn im Geheimen weitergegeben, ein Vorgehen, das sowohl das antike Repertoire, als auch die Techniken und Geschichten bewahrt hat. Das Puppenspiel gehört seit dem 18. Jahrhundert zum Umzug und geht vermutlich auf umherziehende Gaukler zurück. Zum jährlichen Kirschblütenfest werden die Motivwagen gemeinschaftlich präsentiert, aber zum Großen Festival des Kamine Schreins, konkurrieren die vier Gemeinden untereinander um herauszufinden wer der geschickteste Puppenspieler ist und somit den Schutzgott am besten unterhalten kann.

 

 

Mai

Kyoto – Aoi Matsuri
Am 15. Mai jeden Jahres findet in Kyoto das „Steckrosen“ Festival statt, dessen Wurzeln bis ins 7. Jahrhundert zurückreichen und das als eines der größten Festivals Kyotos gilt. Ursprünglich zur Besänftigung der Götter des Kamo Schreins erdacht (daher auch der offizielle Name „Kamo Matsuri“), stellt das Festival heute Szenen der Prozession von Amtsträgern nach, die den Schreinen Shimogamo und Kamigamo Nachricht und Opfergaben des Kaisers überbrachten. Bei der großen Parade sind mehr als 500 Teilnehmer aufwändig im aristokratischen Stil der Heinan Zeit kostümiert. Begleitet werden sie von Reitern, Ochsenkarren und riesigen Blumengestecken und alle Teilnehmer sind mit den Namensgebenden Steckrosen geschmückt. Frauen in traditionellen Kimonos begleiten die diesjährige „Saio“. Ursprünglich ein junges Mitglied der kaiserlichen Familie die als Hohepriesterin der Kamo Schreine fungierte, wird heutzutage jedes Jahr eine andere, unverheiratet Frau Kyotos für die Rolle ausgewählt und während der Prozession in einer Sänfte getragen.

 

Tokyo Sanja Matsuri
Wörtlich übersetzte als „Festival der drei Schreine“ ist das Sanja Matsuri eines der drei größten Shinto Festivals Tokyos. Am dritten Wochenende im Mai werden hierbei die drei Gründer des Sensoji Tempels gefeiert und ca. 100 Mikoshi – tragbare Schreine – durch die Straßen getragen bevor am Sonntag bei einer großen Parade die drei großen Schreine präsentiert werden. Während des gesamten Fests drängen sich bis zu 2 Millionen Besucher in den Straßen von Asakusa. Überall erklingen die Töne japanischer Flöten und Trommeln und die Straßen sind erfüllt vom Geruch der Essensständen, die überall in den Gassen Asakusas aufgebaut werden. Bei einer Japan Rundreise im Mai ein absolutes Highlight.

 

 

Juni

Hiroshima - Das Ritual Mibu no Hana Taue zur Umpflanzung von Reis in Mibu (Immaterielles Kulturerbe der UNESCO)
Das bäuerlich-ländliche Umpflanzungsritual findet an jedem ersten Sonntag im Juni statt, nach Beendigung der jeweiligen Reispflanzung, und ahmt diese in allen Phasen nach, um sich damit der Gunst des Reisgottes zu versichern, der den Bauern eine reiche Reisernte bescheren soll. Das Vieh wird am Mibu Schrein mit kunstvoll dekorierten Sätteln und bunten Halsbändern geschmückt, und farbenfroh gekleidete Mädchen bestellen fröhlich singend das Feld. Die rituellen Gesänge werden von Trommeln, Flöten und kleinen Gongs begleitet.

 

 

Juli

Kyoto Gion Matsuri (Immaterielles Kulturerbe der UNESCO)
Wer seine Reise nach Kyoto im Juli plant, darf sich auf keinen Fall das prachtvolle Fest des Yasaka Schreins, Gion Matsuri entgehen lassen! Die phantastische Festwagenzeremonie Yamahoko des Gion Matsuri gehört zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO und ist eines der drei größten Feste Japans. Höhepunkte sind die Paraden am 16. und 17. Juli bei denen prachtvolle Festwagen (Yamaboko), auf den Schultern vieler Männer durch die Straßen getragen werden, aber die Feierlichkeiten ziehen sich fast durch den ganzen Monat Juli. Bereits in den Tagen vor den Paraden werden die Festwagen öffentlich zusammengebaut, dem Publikum in den Straßen präsentiert und können teilweise sogar betreten werden. Besonders am Abend lohnt sich ein Besuch des Festivalbereichs, werden ab 18 Uhr doch die Straßen für den Verkehr gesperrt und füllen sich mit tausenden Besuchern die gemeinsam an den extra aufgebauten Essensständen und Bars feiern und das Festival genießen.

 

Nachi no Dengaku beim Nachi-no-hi-Matsuri Feuerfestival (Immaterielles Kulturerbe der UNESCO)
Jedes Jahr am 14. Juli findet das Nachi-no-hi-Matsuri Festival, eines der drei größten Feste Japans, statt. Zwölf ca. 10m lange, 1m breite und 6m hohe Mikoshi („Göttersänfte“, tragbarer Shinto Schrein) werden jeweils mit 32 Fächern (Ōgi), 8 Spiegeln und einer Art Schwertlilie geschmückt und zum Nebenschrein Hiryū-jinja am Wasserfall getragen. Dort werden sie von weißgekleideten Priestern begrüßt, die zwölf, jeweils 50 kg schwere, brennende Fackeln schwingen, um mit Feuer und Wasser die Mikoshi rituell zu reinigen.
Der rituelle Tanz Nachi no Dengaku wird auf einer Bühne im schintoistischen Kumano Nachi Schrein während des Nachi Feuer Festivals aufgeführt und soll die schintoistischen Götter milde stimmen. Acht bis zehn Darsteller: Tänzer, Trommler, Flöten- und Binzasara-Spieler (Saiteninstrument) bewegen sich in einer Vielzahl von Formationen zur Musik und bitten so die Götter um eine gute Reisernte.

 

 

August

Wajima Taisai
Im Norden Zentral Honshus auf der Noto Halbinsel gelegen, lockt die Stadt Wajima bei einer Japan Rundreise vom 22. bis 25. August mit einem wunderschönen Festival. Gigantische Laternen (Kiriko) und mehrere Schreine (Omikoshi) werden durch die Straßen der Stadt getragen, überall hört man die Klänge der Taiko Trommeln und die Innenstadt duftet von den vielen angebotenen kulinarischen Spezialitäten. Zum Höhepunkt des Festivals werden große Fackeln an der Küste entzündet und die die Männer versuchen die Gohei, künstlerisch gefaltete Papierstreifen, die von der Spitze des Feuers fallen zu fangen, da diese Erfolg und Glück verheißen.

 

Hanamaki - Hayachine Kagura, Iwate Präfektur (Immaterielles Kulturerbe der UNESCO)
Ab dem 14. - 15. Jhd. verehrten die Menschen im nördlichen Teil der Hauptinsel Japans den Mt. Hayachine als Gottheit und begründeten eine Tradition ritueller Tänze zu Ehren des Berggottes. Bis heute begehen die Bewohner der Stadt Hanamaki jedes Jahr am ersten August ein großes Fest am Hayachine-Schrein, als dessen Mittelpunkt das Hayachine Kagura stattfindet.
Das Hayachine Kagura ist eine Serie von Maskentänzen, die von Trommeln, Becken und Flöten begleitet wird: sie beginnt mit sechs rituellen Tänzen, gefolgt von fünf Tänzen, die die Geschichten von Göttern und dem historischen Japan nacherzählen. Ein letzter Tanz zeigt einen Darsteller in der Verkleidung eines Shishi, eines löwenähnlichen Fabelwesens, das die Gottheit Hayachine repräsentiert. Das Ritual wurde ursprünglich von Priestern des Tempels getanzt, um die Macht des Berggottes zu demonstrieren und die Menschen zu segnen. Heute führen Repräsentanten der ganzen Gemeinde die Hayachine Kagura auf, und bewahren damit die Erinnerung an Ereignisse der japanischen Geschichte sowie die Verehrung einer der traditionellen japanischen Naturgottheiten, die auch heute noch ein wichtiger Bestandteil der religiösen Vorstellungen in Japan ist.

 

 

Sommer

Feuerwerke in Japan
Der Sommer in Japan bietet die perkte Gelegenheit, bei einer Japan Reise eines der berühmten Feuerwerke (Hanabi – „Feuerblume“) zu bestaunen, die überall im Land abgehalten werden. Zwischen Juli und August werden hunderte dieser Festivals abgehalten und teilweise von tausenden staunender Besucher bewundert. Die Feuerwerke sind deutlich farbenfroher und beeindruckender als die bei uns bekannten Silvesterfeuerwerke und oft von einer unglaublich entspannten Atmosphäre begleitet. Die einheimischen Besucher sind oft traditionell gekleidet und die Straßen der Städte laden mit vielen Essensständen dazu ein, die Feuerwerke auch zu einem kulinarischen Erlebnis zu machen.

Sumidagawa Feuerwerk Festival
Tokyo, entlang des Sumida Flusses: Das „Sumidagawa Hanabi“ ist wohl eines der berühmtesten Feuerwerke Japans. Die Feuerwerke starten von Booten, die auf dem Sumida Fluss verteilt liegen. Besonders schön von einem der Parks am Flussufer zu beobachten

Tokyo Bay Feuerwerk
Tokyo, nördlich von Odaiba: Von Schiffen rund um die berühmte Rainbow Bridge werden hier zehntausende Raketen in den Himmel gejagt. Ein unglaubliches Fest für die Augen und ein unvergessliches Erlebnis.

Miyajima Feuerwerk

Miyajima: Eines der größten Feste der Insel und vor dem Hintergrund des berühmten Itsukushima Schreins ein Erlebnis, das sicher invergesslich bleibt.

Fukuroi Feuerwerk Festival
In der Kleinstadt Fukuroi, an der Südküste Honshus zwischen Tokyo und Kyoto, findet eines der besten Feuwerk Festivals des Landes statt, das „Fukuroi Enshuu no Hanabi“. Sollten Ihre Japan Reise sie zur richtigen Zeit in die Region führen ein Erlebnis, dass sie nicht verpassen dürfen.

 

Matsue City - Sada Shin Noh, sacred dancing at Sada shrine, Shimane (Immaterielles Kulturerbe der UNESCO)
Das Sada Shin No umfasst eine Reihe verschiedener ritueller Reinigungstänze, die jedes Jahr am 24. und 25.September auf einer Bühne des schintoistischen Sada-Schreins in Matsue aufgeführt werden. Die Tänze sind Teil des Gozakae, des höchsten Rituals des Schreins, bei dem die Schilfmatten (Goza) gewechselt werden, auf denen die Schutzgötter, die über den Schrein und das Volk wachen, sitzen. Der oberste Shinto-Priester tauscht die Goza-Matten aus, während die restlichen Shinto-Priester Reinigungsgebete singen. Durch die regelmäßige Erneuerung der Matten wird das Volk gesegnet und die Kräfte der schützenden Gottheiten werden aufgefrischt und garantieren damit eine friedliche Zukunft für die Gemeinde. Jeder Tanz hat sein spezielles Anliegen: so sollen beispielsweise böse Geister vertrieben, Katastrophen und Unglücke verhindert oder einfach Erfolg herbeigerufen werden. Bei einigen Tänzen werden Requisiten wie Schwerter, heilige Holzstöcke und Glocken benutzt, bei anderen tragen die Tänzer Masken mit den Gesichtern von alten Männern oder Göttern, um alte, japanische Mythen lebendig werden zu lassen. Gesänge, Flöten und Trommeln begleiten die Tänze, gespielt von Musikern, die um die Bühne herum gruppiert sind. Seine Wurzeln hat das Ritual in der Yōrō-Ära (717–724) und wird seitdem von Generation zu Generation weitergegeben.

 

 

Oktober

Kyoto – Jidai Matsuri
Als letztes der drei großen Festivals Kyotos wird jährlich am 22. Oktober das Jidai Matsuri (Festival der Zeitalter) gefeiert um dem Umzug der Kaiserlichen Hauptstadt nach Kyoto 794 zu gedenken. Nachdem die tragbaren Schreine (Mikoshi) des ersten und des letzten in Kyoto residierenden Kaisers zum kaiserlichen Palast getragen wurden zieht eine große, fünfstündige Prozession zum Heian Schrein. Die Teilnehmer sind mit Kostümen gewandet, die aus verschiedenen Perioden der Zeit Kyotos als Hauptstadt entstammen, von den verhältnismäßig modernen Uniformen der Meiji Periode bis zurück zu traditionellen Gewändern der Heian Periode. Begleitet warden sie von Musikern, aber die Stimmung ist eher ruhig und schweigsam. Dies spiegelt den eher traurigen Ursprung des Festivals wieder, den Umzug der Hauptstadt nach Tokyo 1868. Bei einer Reise nach Kyoto während des Festivals eine einmalige Gelegenheit, eines der ruhigeren Matsuris des Landes und seine ganz besondere Stimmung zu erleben.

 

Takayama Matsuri (Hachiman Matsuri)
Sowohl im April (Sanno Matsuri), als auch im Oktober (Hachiman Matsuri) findet in Takayama für zwei Tage eines der schönsten Festivals des Landes statt. Bei großen Paraden werden mehrere große Festwagen (Yatai) durch die Straßen der Stadt gezogen. Die Festwagen sind mit wundervollen Schnitzereien dekoriert und zeugen noch heute vom Ruf Takyamas als Stadt begnadeter Handwerker. Die Teilnehmer der Parade sind traditionell gewandet und man fühlt sich direkt ins 16. Jahrhundert zurückversetzt. Eine besondere Augenweide sind die wunderschönen mechanischen Marionetten, die einige der Wagen schmücken und zu bestimmten Zeiten traditionelle Tänze aufführen. Besonders bei der Prozession am Abend, wenn die Festwägen von hunderten Laternen beleuchtet werden entsteht eine Stimmung, die kaum in Worte zu fassen ist.

 

 

ohne feste Termine

Der traditionelle Tanz der Ainu auf Hokkaidō / Traditional Ainu Dance
immateriellen Kulturerbes der UNESCO

Die Ainu sind die Urbevölkerung Nordjapans und leben heutzutage hauptsächlich in Hokkaidō im nördlichen Japan. Der traditionelle Tanz der Ainu wird bei Zeremonien oder Festlichkeiten aufgeführt und ist eng mit der Lebensweise und Religion der Ainu verbunden. Die Tänzer stellen sich in einem großen Kreis auf und werden vom a capella Gesang der Zuschauer begleitet. Einige Tänze imitieren die Rufe und Bewegungen von Tieren oder Insekten, andere, wie der Schwert- und Bogentanz, sind Rituale und wieder andere sind reine Improvisation oder dienen nur der Unterhaltung. Daran glaubend dass sich Götter überall in ihrer Umgebung befinden, benutzen die Ainu den Tanz zur Anbetung und Dank an die Natur bzw. die Götter. Der Tanz spielt auch eine zentrale Rolle bei formellen Zeremonien, wie z.B. ''Iyomante", bei der die Teilnehmer in Gestalt eines Bären ihre Götter zurück in den Himmel schicken indem sie die Bewegungen eines Bären nachahmen. Für die Ainu verstärkt der Tanz ihre Verbindung zur Natur und der religiösen Welt und liefert eine Verknüpfung zu anderen arktischen Kulturen in Russland und Nordamerika.

 

Immaterielles Kulturerbe der UNESCO: "Das traditionelle Musiktheater Kumiodori von Okinawa"
Kumiodori ist eine japanische Bühnenkunst, die auf den Okinawa Inseln beheimatet ist und die eine zentrale Rolle bei der Bewahrung der alten Sprache Okinawas spielt. Sie basiert auf traditionellen Tänzen und der für Okinawa typischen Musik, enthält aber auch japanische (Nogaku oder Kabuki) und chinesische Elemente. Das Kumiodori Drama erzählt historische, lokale Ereignisse oder Legenden, begleitet von einem klassischen, dreisaitigen Instrument. Die besondere Satzmelodie basiert auf überlieferter Poesie und der speziellen Ryukyu Tonleiter, die Texte werden in der alten Sprache Okinawas vorgetragen. Alle Rollen werden von männlichen Schauspielern dargestellt und die Besonderheit dieser Kunstform zeigt sich nicht zuletzt in Frisuren, Kostümen und Dekorationen.