Die japanischen Alpen

Kamikochi

Bergpanoramen abseits des Fuji, Wolkenkratzern und Hightech

Die meisten Menschen haben beim Gedanken an Japan zunächst die Millionenmetropole Tokyo mit Ihren Neonlichtern und Menschenmassen, den heiligen Berg Fuji und Sushi im Kopf. Dabei wird oft vergessen, dass Japan zu fast zwei Dritteln aus Gebirge besteht, welches sich entlang des ganzen japanischen Archipels erstreckt. Gerade die sogenannten japanischen Alpen, welche sich nur eine kurze Anreise entfernt und zwischen den Hauptreisezielen Tokyo und Kyoto befinden, bieten dem Besucher einen völlig neuen Blick auf das Land der aufgehenden Sonne und begeistern Wanderfreunde, Naturenthusiasten und Fans der japanischen Badekultur gleichermaßen.

Nagano und die Schneeaffen von Jigokudani

Nur knapp 1,5 Stunden von Tokyo entfernt liegt die Stadt Nagano im Osten der japanischen Alpen. Vor allem seit die Stadt im Jahr 1998 die Olympischen Winterspiele ausgerichtet hat ist sie auch international vielen Besuchern ein Begriff. Nicht nur die Stätten der Olympischen Spiele können hier besucht werden, sondern mit dem  Zenkoji Tempel auch einer der wichtigsten Tempel Japans, dessen Geschichte bis ins 7. Jahrhundert zurückreicht. Ebenso bietet sich Nagano als Ausgangspunkt für einen Besuch im benachbarten Yamaouchi an. Das Städtchen lockt nicht nur mit seiner Nähe zum größten Skiresort des Landes, Shiga Kogen, sondern auch mit den Onsen-Orten Shibu Onsen und Yudanaka Onsen, wo Besucher (am besten bei einem Aufenthalt in einem typisch japanischen Ryokan Hotel) die japanische Badekultur kennenlernen können. Internationale Berühmtheit hat die Gegend aber vor allem durch die lokalen Schneeaffen erlangt. Im Jigokudani Monkey Park können Sie beobachten, wie die lokale Population der Japanmakaken ebenfalls die Vorzüge des heißen Quellwassers zu würdigen weiß. Gerade im Winter sind die in den Quellwasserpools badenden Affen ein toller Anblick.

Jigokudani

Badende Schneeaffen im Jigokudani Monkey Park.

Fantastische Panoramen im Kamikochi-Hochtal

Westlich von Nagano, in den nördlichen japanischen Alpen gelegen, eröffnen sich dem Besucher im Kamikochi-Hochtal einige der schönsten Panoramen der Gebirgskette. Das Tal ist nur von April bis November zugänglich und für private PKW ist die Zufahrt gänzlich verboten. Wer aber die kurze Busfahrt nach Kamikochi auf sich nimmt, wird mit einem einmaligen Naturerlebnis, tollen Wanderwegen und Gipfelpanoramen entlohnt werden.

Japanische Alpen

Kamikochi-Hochtal

Ein Blick in die Vergangenheit: Takayama & Shirakawa-go

Noch weiter westlich, in der Präfektur Gifu in den westlichen japanischen Alpen ermöglichen die Stadt Takayama und die Dörfern Shirakawa-go und Gokayama (UNESCO Weltkulturerbe) mit Ihren historischen Stadtbildern einen Blick in die Vergangenheit. Takayama, vor allem als Ausrichtungsort eines der schönsten Festivals des Landes berühmt, hat sich im Gegensatz zu vielen anderen Städten des Landes seinen historischen Charme bewahrt. Vor allem die wunderschön erhaltene, historische Innenstadt lädt zu einem Stadtbummel ein, bei dem sich Besucher wie in einer anderen Zeit fühlen können.  Ebenso laden die vielen Ryokan Hotels der Stadt dazu ein, nach einem langen Tag im hauseigenen Onsen-Bad zu entspannen und einige lokale Spezialitäten zu genießen.

Onsen Bad in Japan

Japanische Badekultur im Onsen.

Nur einen kurzen Ausflug von Takayama entfernt liegt mit dem Dorf Shirakawa-go. Charakteristisch für dieses malerische Bergdorf, welches gemeinsam mit seinem Nachbardorf Gokayama zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, sind die spitzwinkligen Giebel der strohgedeckten Bauernhäuser (Gassho-Stil), von denen es hier noch etwa 110 Häuser gibt.

Häuser im Gassho-Stil in Shirakawa-go.

Entlang der alten Handelsstraße Nakasendo

Im Südwesten der japanischen Alpen lockt schließlich vor allem das Kiso-Tal mit seiner alten Handelsstraße Nakasendo und lädt zu einer entspannten Wanderung zwischen den alten Poststädtchen Tsumago und Magome ein die wir hier etwas genauer vorgestellt haben. Entlang des Weges, der auf alten Pflastersteinen durch Wälder und kleine Reisefelder führt, kann man nicht nur kleine Wasserfälle und einen alten Tempel entdecken, sondern auch in einem alten Rasthaus bei Tee und japanischen Süßigkeiten wunderbar entspannen.

Wanderung Nakasendo

Magome und Tsumago

Reisen in die japanischen Alpen

Am besten verbinden Sie einen Besuch in den japanischen Alpen  mit zwei Übernachtungen in einem traditionellen Ryokan-Hotel, wo Sie bei einem Bad in heißen Quellen (Onsen) und einem typisch japanischen Mehrgängemenu die japanischen Gastfreundschaft erleben können.

Erleben Sie die japanischen Alpen bei einer unserer vielen Gruppenrundreisen oder erkunden Sie die Berglandschaften bei einer Mietwagenrundreise auf eigene Faust.