Die Kimono-Färberei Futaba-En

Besichtigung und Workshop

Können Sie sich auch für die farbenfrohen und prächtigen Kimono-Stoffen begeistern? Dann ist dieses Angebot genau das Richtige für Sie:
In der Kimono-Färberei “Futaba-En” in Nakai (Tokyo) können Sie die schönen Stoffe nicht nur in einer Ausstellung bestaunen, sondern Sie erfahren auch etwas über die Geschichte dieses traditionellen Handwerks. Die Erläuterungen eines Meisters der Färberei werden von unserer erfahrenen Stadtführerin und Dolmetscherin Shoko Kinoshita ins Deutsche übersetzt.

 

Bei einem Workshop erlernen Sie die Technik des Färbens mit Schablonen, die dort neben der Handmalerei, auch heute noch häufig zum Einsatz kommt. Umso komplexer ein Muster ist, umso mehr Schablonen werden verwendet. Früher wurden diese aus Washi (Japanpapier) hergestellt und mit Kaki-Saft fixiert. Heute werden die Folien chemisch produziert. Ein Profi benutzt bis zu 300 dieser Vorlagen. Für das Färben einer zwölf Meter langen Stoffbahn mit 36 Schablonen beispielsweise, benötigt er zwei Tage. Wenn man bedenkt, dass die Schablone nur etwa 50 Zentimeter breit ist, kann man sich ausrechnen, wieviele Arbeitschritte bis zur Vollendendung des Werks erforderlich sind. Da nicht der kleinste Fehler toleriert wird und Nachkorrekturen mit dem Pinsel unzulässig sind, muss der Färber absolut akkurat arbeiten.

 

Jedoch haben Sie keine Sorge. Bei dem Workshop beginnen wir mit einem Muster, das in zehn bis 20 Arbeitsschritten entsteht. Jede Farbe kommt zwei bis dreimal zum Einsatz, sodass auch unterschiedliche Schattierungen entstehen. Am Ende des Kurses halten Sie ein ansehnliches Ergebnis in Händen, welches Sie zur Erinnerung mit nachhause nehmen können. Nach dem Motto “Weniger ist mehr!”, empfiehlt der Meister, mit dem aus Rehhaar gefertigtem Pinsel, der in Japan “Hake” genannt wird, nur sanft über die Schablonen, in die Löcher mit einem Messer ausgeschnitten wurden, zu streichen. Umso sparsamer Sie die Farbe einsetzen, umso besser kommen am Schluss die feinen Schattierungen zur Geltung. Haben Sie Lust bekommen, in dieses traditionelle Handwerk hineinzuschnuppern, dann seien Sie bei einer unserer nächsten Touren zur Kimono-Färberei Futuba-En dabei.

 

 

Dies ist eine der außergewöhnlichen Touren, die in dem Buch „111 Orte in Tokio, die man gesehen haben muss“ von Christine Izeki und Björn Neumann vorgestellt werden.

Weitere interessante Berichte zu den Touren finden Sie in unserer Blogübersicht 111 Orte in Tokio, die man gesehen haben muss

Eine Übersicht von aktuellen Reisen bei denen Sie die Touren optional hinzubuchen können finden Sie hier: Tokyo Reisen